Studie von Grey & Google: Homo Connectus
Die Agentur Grey hat zusammen mit Google Deutschland vor einigen Tagen die Studie Homo Connectus veröffentlicht. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Werbungtreibende, PRler und Medien den vernetzten Menschen in Zeiten des “Always on” erreichen, fasst das noch recht junge Corporate Blog von Grey zusammen. Den “Homo Connectus” definieren die Macher so:
Alte Gewohnheiten behält man bei. Auch der Homo Connectus liest Zeitung. Aber digital. Über seinen RSS -Feed Reader auf seinem Smartphone. Die Zahl der Anwendungen je Endgerät steigt. Vom mobilen Telefon hat sich das Smartphone zum Life-Navigator entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen es und es bestimmt nachhaltig das Medienverhalten.
Einige interessante Zahlen aus der Studie:
- 59% sagen, sie wollen immer erreichbar sein
- 55% veröffentlichen Texte oder Bilder im Netz
- 11% surfen per Handy im Internet
Allerdings sehnen sich zugleich 57 Prozent danach, auch mal NICHT erreichbar zu sein. Und 15 Prozent fühlen sich schon mal genervt und überfordert.
Auf YouTube gibt’s zudem noch ein Video mit den Machern der Studie:
Der wohl interessanteste Beitrag über die Studie stammt von Matthias Schwenk. Auf Carta schreibt er nach einer langen Analyse abschließend:
Am Ende steht das große Wort “Beziehung” und damit ein anderes Menschenbild als jenes, welches das Marketing des 20. Jahrhunderts geprägt hat. Die digitale Gesellschaft ist damit so etwas wie ein Versprechen auf eine Zukunft mit mehr Beziehungen – intensiveren, aber auch komplexer zu handhabenden Beziehungen. Der vernetzte Mensch hat es jetzt buchstäblich selbst in der Hand.
Aretha Franklin wirbt für Snickers
Aretha Franklin und Liza Minnelli werben im diesem Spot für Snickers, wirklich witzig. Bei “werben & verkaufen” ist die Reklame heute die Kreation des Tages – zwar etwas komisch, da das Video aus dem Februar ist, aber ich kannte es auch noch nicht:
Sixt und die Aschewolke

Sixt zeigt einmal mehr, dass keiner so gut tagesaktuelle Werbung beherrscht wie der deutsche Autovermieter. Dieses Motiv mit einer Aschewolke passt prima zum Vulkanausbruch auf Island, wegen dem gerade hunderte Flüge ausfallen. Es ziert aktuell die britische Website von Sixt, auch in anderen Ländern gibt’s derartige Motive. In Deutschland heißt es z.B.: “Gehen Sie nicht in die Luft wegen soviel Asche! Mieten Sie für weniger bei Sixt.” Gefunden via horizont.net
Axe – Clean your Balls
Großartiger, doppeldeutiger Spot von Axe zum Thema “Clean your Balls”:
Wählt die Simpsons
ProSieben rührt die Werbetrommel für die Free-TV-Premiere von “Simpsons – Der Film” (13. September, 20.15 Uhr) und hat passend zur Bundestagswahl eine crossmediale Kampagne unter dem Motto “Wählt die Simpsons” entwickelt (weitere Infos in der Pressemitteilung). Highlight ist eine Kampagnen-Website, in der Homer sein Wahlprogramm verkündet. Bei Wahlkampfauftritten in München, Düsseldorf und Berlin will Homer mit den Bürgern in Kontakt treten. Mal sehen, ob dann auch Horst Schlämmer vorbeikommt und mit ihm einen Doornkaat trinkt. ;)
Aids als Massenmörder
Aids is a mass murderer – Aids als Massenmörder: Der Verein Regenbogen e.V. hat zum Welt-Aidstag 2009 eine virale Werbekampagne gestartet, die – nunja – sehr grenzwertig ist. In einem Video geht’s erst heiß zur Sache, dann entpuppt sich der One-Night-Stand als Hitler. Heftig! Beim Werbeblogger gibt’s weitere Infos dazu.
Update 9.9.09: Ich habe das YouTube-Video auf dieser Seite wieder entfernt, da es dort schon mehrmals gesperrt wurde. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, der gucke am Besten auf der Website der Kampagne. Das Hitler-Video ist mittlerweile massiv in der Kritik, die Deutsche Aids-Hilfe fordert, dass die Kampagne gestoppt wird, siehe bild.de und Spiegel Online.
Sixt schießt die Wolken weg
So macht virale Werbung Spaß: Der Autoverleiher Sixt rühmt sich dafür, im Juli unsere Nachbarstadt Halle an der Saale von den Regenwolken befreit zu haben, damit sie endlich auch mal Cabrio fahren können. Denn angeblich regnet’s dort 266 Tage im Jahr – und Sixt konnte deshalb dort keine Cabrios vermieten. Doch nun sorgt ein alter DDR-Kampfpilot namens Sandro Wilf für Abhilfe: Er bekämpft die Wolken mit Silberjodid-Kanonen. Das ist wohl eine der witzigsten Werbeaktionen seid Horst Schlämmers VW-Werbung. Weitere Infos auch bei wuv.de.




