#LeWeb 2010: Twitter Diplomacy
Die Internetkonferenz LeWeb in Paris ist zwar schon seit Donnerstag vorbei, doch noch immer tauchen im Netz neue Fundstücke auf. Hervorheben möchte ich heute den Vortrag von Matthias Lüfkens vom World Economic Forum (WEF) oder zu deutsch Weltwirtschaftsforum in Davos: Im Rahmen der Reihe Ignite, in der zehn Sprecher jeweils nur fünf Minuten Zeit für ihren Vortrag bekamen, redete Lüfkens über “Twitter Diplomacy” – und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite, z. B. als sagte, die diplomatische Kommunikation der verschiedenen Regierungen via Twitter sei wohl sicherer als die Übermittlungstechnik diplomatischer Depeschen.
Mittlerweile ist das Video seines Vortrags online (bitte auch den bombastischen Vorspann beachten, der in Paris bei der Konferenz so laut und basslastig gezeigt wurde, als sei es ein Trailer für einen Hollywood-Blockbuster):
Auch stehen die Folien dazu im Netz:
Die Macher von LeWeb laden derweil fleißig weitere Videos hoch – zu finden ist das Material im LeWeb-Kanal bei YouTube. Als Rückblick kann ich außerdem eine Zusammenstellung bei Scoop.it empfehlen. Und noch kurz der Hinweis auf meine beiden älteren Postings:
- #LeWeb 2010: Alexander Tamas von DST appelliert an Gründer (inzwischen um ein Video ergänzt)
- #LeWeb 2010: Was sonst noch so geschah
Dreimal tolle Folien zu Social Media
In den vergangenen Tagen sind mir gleich dreimal tolle Folien von Vorträgen zu Social Media begegnet, die ich an dieser Stelle gern nochmal mittels Slideshare dokumentieren will:
1. Social Media – den Hype auf den Boden bringen (2nd. Edition) von talkabout communications:
2. Social Media bei Daimler, Vortrag von Uwe Knaus:
3. Impact of Social Media on Journalism von Holger Schmidt:
Außerdem sehr empfehlenswert – How to: Gain influence on Twitter, ein spannender Beitrag bei Mashable. Apropos Twitter: Ich bin nun endlich auch auf Twitter und Sie können mir hier folgen.
Facebook verhöhnt Privatsphäre der Nutzer
Facebook will offenbar einen Privatspähre-GAU für seine 350 Mio Nutzer weltweit auslösen: Erst rühmt sich das Netzwerk, einen neuen Sicherheitsbeirat zum Schutz von u.a. der Privatsphäre seiner Nutzer installiert zu haben. Dann rühmt sich Mark Zuckerbergs Laden auch noch, die Privatsphäre durch neue Optionen zu verbessern. Wie das ganze aber nun aussieht, das kann man wohl nur noch als Verhöhung der Nutzer bezeichnen: Seit heute Nacht werden die User von Facebook auf der Startseite in einem “Transit Tool” dazu aufgefordert, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu aktualisieren. Der unfeine Zug daran: Das Tool ist so eingestellt, dass automatisch die Profil-Informationen “Über mich”, “Familie & Beziehungen” und “Arbeitgeber” sowie sämtliche Status-Updates fürs gesamte Internet öffentlich werden -genau das steckt nämlich hinter dem Menüpunkt “Alle”. Nur wer diesen Trick bemerkt und ankreuzt, er wolle seine alten Einstellungen behalten, dessen Facebook-Infos bleiben tatsächlich weiter privat. Die Idee dahinter ist wohl, das Faceook mit Twitter gleichziehen will, wo die Meldungen standardmäßig öffentlich sind, außer man schaltet dies ab.
Gute Artikel zum Thema:
- The Facebook Privacy Fiasco Begins – techcrunch.com
- Unfreiwillige Offenheit statt Privatspähre – focus.de
- Bürgerrechtler verurteilen Facebooks Datenschutzreform – spiegel.de
- Facebook: Wenn private Daten davonfliegen – readers-edition.de
Twitter im realen Leben
Das Twitter-Prinzip ins reale Leben übertragen – das witzige Video “Twatif?” zeigt, welche Probleme es gäbe, dürfte jede Äußerung maximal 140 Zeichen lang sein:



