Link-Tipps vom 2.10.2010
Tagelang hab ich meinen RSS-Reader sträflich vernachlässigt, dabei gab’s die Woche so viel verlinkenswertes. Erstmal ein paar kurze Links, später in gesonderten Beiträgen mehr:
- “Der war richtig sauer” – rap.de-Chef Marcus Staiger spricht über die Prügelattacke von Blockmonsta nach einer negativen Plattenkritik
- Dark Side of the Lens – stimmungsvolles Video mit Landschaftsaufnahmen aus UK
- 10 schöne Fotos von New York by Night
- Chris Cunningham hat ein episches, düsteres Video zu “New York is killing me” von Gil Scott-Heron gedreht, und zwar fürs Museum of Modern Art (Moma). Zur Erinnerung: Zu dem Song gibt’s auch einen Remix featuring Nas, den es gratis im Netz gibt.
- Die Message des Gospels – feine Rezension von Jonathan Fischer zur neuen Platte von Mavis Staples
- Kanye West Cancels “Good Fridays” This Week Due To Song Leak – Kanye West wollte seine Gratis-Song-Aktion diese Woche unterbrechen, weil im Netz unauthorisiert der Song “Lost in the World” aus seinem nächsten Album kursiert. Letztlich hat Kanye dann aber doch noch einen Track online gestellt, und zwar “Christian Dior Denim Flow” feat. Lloyd Banks und John Legend. Guter Mann, großartiger Song!
Link-Tipps vom 23.9.2010
Feine Sachen schnell verlinkt, da es mir an der Zeit für längere Postings mangelt:
- Das gemeinsame Album Wake Up!
von John Legend & The Roots ist endlich draußen – und im Web gibt’s dazu ein paar frische Videos. MC Winkel hat zwei Ausschnitte aus einer AOL-Session gebloggt, Testspiel.de verweist auf “I Can’t Write Left Handed” (Live for iheartradio).
- MC Winkel bloggt außerdem ein Video von Aloe Blacc, dessen Album Good Things
nächste Woche erscheint: Er spielt zusammen mit dem Miguel Atwood-Ferguson Ensemble den Song “Deliver the world”.
- Das Wirtschaftsmagazin “Forbes” hat sich zur Neuauflage seiner Liste der reichsten US-Amerikaner was besonderes einfallen lassen: Warren Buffett meets Jay-Z. Das lange Interview gibt’s als Textfassung, als 50-Minuten-Video und als Kurzfassung mit fünf Videoschnipseln.
Link-Tipps vom 20.9.2010
- Soulsängerin Mavis Staples gibt dem SZ-Magazin ein Interview über ihre neue Platte “You’re not alone” und über ihre 50 Jahre im Geschäft.
- NPR bietet das komplette neue Album “Good Things” von Aloe Blacc als Stream an. npr.org
- Tom Hillenbrand von Spiegel Online und Björn Eichstädt von der PR-Agentur Storymaker huldigen in ihrem neuen Blog Medienzeitmaschine den 1980er Jahren.
Sharon Jones live in Daryl’s House
Tagelang war’s hier ruhig im Blog, doch nun wieder ein musikalischer Tipp, der eine definitive Empfehlung wert ist: Sharon Jones ist in der aktuellen Folge der Web-Musikshow Daryl’s House zu Gast, spricht dort mit dem Gastgeber Daryl Hall über ihre Musik und gibt einige Songs zum Besten. Unten gibt’s eingebettet ein Promo-Video der Show, auf der Seite zur zu Episode #34 mit Sharon Jones gibt’s einen Videoplayer, mit dem man alle Segmente der Sendung direkt ansteuern kann.
John Legend & The Roots – I Can’t Write Left Handed
Das gemeinsame Album “Wake up” von The Roots & John Legend kommt am 21.9. raus – und wirft weiter seine Schatten vorraus. Diesmal mit einem bluesigen, langen Studiosession-Video von “I Can’t Write Left Handed”, einem Song, der ursprünglich von Bill Withers stammt. Zur Einstimmung auf das Album sei zudem noch ein Beitrag auf Urbandaily empfohlen – dort gibt’s schonmal zehn der Soul-Klassiker von den ursprünglichen Interpreten, die die Roots und John Legend nun covern.
Übrigens hab ich bereits zwei andere Häppchen zu “Wake up” gebloggt, die Videos zu “Our Generation” und “Hard Times”.
Aretha Franklin wirbt für Snickers
Aretha Franklin und Liza Minnelli werben im diesem Spot für Snickers, wirklich witzig. Bei “werben & verkaufen” ist die Reklame heute die Kreation des Tages – zwar etwas komisch, da das Video aus dem Februar ist, aber ich kannte es auch noch nicht:
Link-Tipps vom 18.8.2010
- brooklynvegan.com hat fleißig Fotos und Videos zusammengetragen von Sharon Jones’ Gratis-Konzert vor ein paar Tagen in Brooklyn
- testspiel.de empfiehlt das Soul-Album “The Budos Band III”
- Johannes Boie dokumentiert in seinem Schaltzentrale-Blog eine Recherche zu Gangs in Los Angeles
- Michael Ridder erklärt in epd Medien die Nutzung von turi2 zum “Trendsport” von Medienjournalisten und Chefredakteuren und vergleicht unsere Zitate-Rubrik mit dem alten “Kir Royal”-Motto “Wer reinkommt, ist drin”.
- Oliver Fluck hat 24 großartige Fotos von New York in SDR-Auflösung geknipst.
Mini-Konzert Mavis Staples bei NPR
Mavis Staples, legendäre Sängerin der Stax-Band Staples Singers, ist bis heute aktiv – und nun hat sie bei NPR in der Reihe Tiny Desk Concert drei neue Songs zum Besten gegeben, die man bei NPR als Video anschauen kann und übrigens auch als MP3 herunterladen kann (Download-Link liegt oben rechts überm Artikel dort). Die drei Titel heißen “Only the Lord Knows”, “You Are Not Alone” und “I’ll Take You There”. Sie stammen von ihrem neuen Album “You Are Not Alone”, das am 13. September erscheint.
(Foto: Jalylah Burrell / CC-Lizenz 2.0)
TV-Tipp: Birth of Groove am 12.8. auf Arte
Mal kommentarlos der Pressetext für den Film “Birth of Groove” von Jean-Alexander Ntivyihabwa, am 12.8.2010 um 22.40 Uhr zu sehen auf Arte. Klingt vielversprechend für jeden Soulfan!
Die 60er – das waren auch die Jahre von Motown und Stax. Der Soul wurde geboren und brachte ein ganz neues Gefühl in den musikalischen Mainstream. Ray Charles, Sam Cooke und James Brown verbanden Elemente des Gospels und Blues zu einem leidenschaftlichen, rhythmischen Sound mit positiver Grundschwingung. Es groovte!
Sharon Jones von den Dap-Kings erläutert im legendären New Yorker Apollo die bis heute gültige Wucht und das so einzigartige Feeling dieses Sounds. The Dap-Kings, das ist jene Formation, die Amy Winehouse musikalisch ihren Welterfolg ermöglichte. Und im Apollo standen in den 60ern Größen wie Sam Cooke und Diana Ross & The Supremes auf der Bühne. Ebenso Martha Reeves, die nicht zuletzt ihren Jahrhunderthit “Dancin’ in the Streets” kommentiert, den sie gemeinsam mit den Vandellas sang.
Die Dokumentation begibt sich an die Geburtsstätten des Soul in Detroit und Memphis. Über einen schlichten Hitreigen hinausgehend erhellt die heutige Sendung den soziokulturellen Hintergrund des Soul: In ihm erklingt die Forderung der Afroamerikaner nach dem Ende der Segregation und vollen Bürgerrechten. Soul wird zum Soundtrack für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King und Malcom X, das Motown Label zum Vehikel wirtschaftlicher Eigenständigkeit.
Gil Scott-Heron, Legende und Vorreiter des Rap wie auch des Poetry Slam, trägt trotz Barack Obama bis heute noch viel Wut im Bauch über die Zwiespältigkeit der Erfahrungen zu Zeiten der Bürgerrechtsbewegung und wird sie in der Dokumentation zum Ausdruck bringen. Und mittendrin auch Leiber & Stoller: Denn die haben den Welthit “Stand by Me” geschrieben …
Wer sich eine Erinnerungsmail schicken lassen will, um’s nicht zu verpassen, kann das bei arte.tv.
Sharon Jones & Dap-Kings live in Deutschland 2010
Was für eine freudige Nachricht: Sharon Jones & The Dap-Kings kommen im Oktober für fünf Konzerte nach Deutschland. So komme ich dieses Jahr hoffentlich doch noch in den Genuß, die Soul-Lady live zu sehen – beim New-York-Urlaub war ihre Vorstellung im Apollo Theatre leider schon ausverkauft. Die Termine, gefunden via testspiel.de und Soulkombinat:
Sa. 16.10.2010 Köln, Live Music Hall
Di. 19.10.2010 Berlin, Huxley’s
Mi. 20.10.2010, Hamburg, Grosse Freiheit 36
Do. 21.10.2010 Bonn, WDR TV Rockpalast
Fr. 22.10.2010 München, Tonhalle
Zur Einstimmung ein Live-Auftritt von Sharon Jones auf dem Newport Folk Festival, aufgenommen von NPR, der sich übrigens auch völlig legal als MP3 herunterladen lässt:
Zur Erinnerung nochmal ein paar Infos, wer Sharon Jones ist: Als sich die Soulsängerin um einen Plattenvertrag bewarb, hörte sie nur: “Zu klein. Zu fett. Zu schwarz. Zu alt.” Mittlerweile ist sie 54 Jahre alt – und hat seit April ihr großartiges viertes Album auf dem Markt: I learned the hard way. Ihre Band The Dap-Tones spielte übrigens schon als Studioband für Amy Winehouse, doch nur mit Sharon Jones hat sie ihre volle Wirkung. Soul, der absolut authentisch ist und irgendwie klingt, als stammende er aus den 1960ern, und das im Jahr 2010. Weiterführende Links:
- Sharon Jones im Interview: “Ich bin Soul” auf jetzt.de
- Sag niemals Retro! von meinem Lieblingsmusikkritiker Jonathan Fischer auf Zeit Online
- Album der Woche bei detektor.fm im April 2010
- Die Raureife, noch ein Text von Jonathan Fischer aus dem Oktober 2007 bei Spiegel Online



