3-gegen-3-Basketball könnte olympisch werden
Beim Basketball wirft eine große Neuerung ihren Schatten voraus: Sportpolitik-Experte Jens Weinreich berichtet in seinem Blog, dass die Fiba und das IOC ganz heiß darauf sind, 3-gegen-3-Basketball im Jahr 2016 zur Olympischen Sportart zu machen. Die dem Streetball angelehnte Spielvariante nennt sich offiziell “Fiba33″, das Spiel findet nur auf einen Korb statt und endet entweder wenn eine Mannschaft 33 Punkte hat oder wenn zweimal fünf Minuten Spieldauer um sind. Getestet wurde das Ganze letztes Jahr bei den Asia Youth Games und aktuell bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur. Bei der Frankfurter Neuen Presse gibt’s ein paar Zitate dazu:
«Ich bin davon begeistert. Es ist unheimlich dynamisch», sagte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) und Vizepräsident des Europäischen Verbandes Fiba Europe. «So hat es auch mit Beach-Volleyball begonnen.» Er hofft, dass die «Fiba nun initiativ wird, um Fiba33 als neue Sportart zu etablieren». Ulf Tippelt, Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hält dies für lohnenswert: «Für mich ist dieses Basketball das Innovativste bei den Spielen.»
Ich frage mich allerdings ernsthaft, was das alles soll: 3er-Basketball hat doch nur auf der Straße Relevanz, nicht aber im Profibereich. Wo gibt’s denn da interessante Liegen? Und Olympia ist doch längst kein Amateurwettbewerb mehr. Vielmehr wollen Basketball-Fans dort NBA-Profis sehen, für die wird das olympische Basketball-Turnier im regulären 5-gegen-5-Wettbewerb immer mehr zum Karrierehighlight.
Wie sieht das Ganze aus? Ein offizielles Video vom Fiba33-Finale Serbien vs. USA gibt’s bei YouTube, bereitet beim Einbetten im Blog aber Probleme. Hier daher noch ein inoffizieller Mitschnitt von Zentralafrika vs. USA:



