Google Goggles löst jetzt auch Sudoku

Januar 11, 2011 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Goggles, die großartige visuelle Suchmaschine von Google für Android und iPhone, hat mit dem jüngsten Update ein witziges Feature bekommen, dass einerseits zum Schummeln verleiten kann, andererseits auch ein echter Spielverderber werden könnte: Goggles löst jetzt auch Sudoku-Rätsel, wenn man sie mit seinem Smartphone abfotografiert – echt krass. Dazu gibt’s auch ein witziges Video:

Weitere neue Funktionen: Goggles erkennt Barcodes nun noch viel schneller, außerdem werden Werbeanzeigen aus den meisten US-Zeitschriften erkannt und dazu Zusatzinformationen ausgespuckt, wenn man sie mit dem Handy fotografiert. Goggles kann übrigens außerdem schon länger Sehenswürdigkeiten per Bildabgleich erkennen und dazu weitere Infos ausspucken. Auch können Texte übersetzt werden. Wer Goggles noch nicht kennt, dem sei dieses Video hier aus dem Dezember 2009 ans Herz gelegt:

Verleger, folgt der Tagesschau-App auf Android!

Dezember 21, 2010 by Florian Treiß · 1 Comment
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Tagesschau-AppSeit heute gibt es eine kostenlose App der Tagesschau. Das schöne daran: Anders als die meisten Verleger-Apps läuft sie nicht nur auf Apple-Geräten wie dem iPhone oder dem iPad, sondern überrascht damit, vom Start weg auch auf dem Blackberry und auf Android-Geräten zu funktionieren. Die ARD hat also erkannt, dass es wenig Sinn macht, nur die Apple-Plattformen zu bestücken, sondern erkannt, dass sie durch die Bedienung mehrerer Plattformen eine deutlich größere Menge an Nutzern erreichen kann. Das ist auch vollkommen richtig so, schließlich zahlen ja nicht nur iPhone-Nutzer GEZ-Gebühren, sondern wir alle. Und ich hoffe, dass Verleger und Medienhäuser sich nun nicht mehr nur mit ihren tollen iPhone- und iPad-Apps schmücken, sondern endlich ebenfalls weitere Plattformen bedienen. Aktuell kenne ich außer den Apps von n-tv, stern.de und den Zeitungen der WAZ-Gruppe kaum eine deutsche Medien-App für Android, dabei ist das die Plattform mit dem stärksten Wachstum (siehe: Trends im Mobile Web), die gerade die Apple-Systeme an Reichweite überholt. Ich bin gespannt, wie schnell die privaten Medienkonzerne nun auf andere Plattformen folgen. Immerhin hat ein Teil der Branche die Zeichen der Zeit schon erkannt. So hat die “taz” im Oktober eine Android-App angekündigt, die aber noch auf sich warten lässt. Und “Spiegel”-Geschäftsführer Ove Saffe sagte vergangene Woche bei einem Pressegespräch, auch der “Spiegel” arbeite an einer Android-App. Trotzdem erstaunlich, dass die ansonsten eher träge ARD hier mal schneller ist als Springer & Co

Weitere Links dazu: netzwertig.com lobt, dass die ARD auch eine API anbietet,  wwwagner.tv zeigt ein How-to-Video der iPhone-App.

Nachtrag: Mittlerweile empört sich der Verlegerverband VDZ laut über die Tagesschau-App, ich habe das für turi2 mal zusammengeschrieben.

In eigener Sache: Dagens Nyheter, Interview im Grey-Blog

Dezember 16, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Zwei Link-Tipps in eigener Sache:

#LeWeb 2010: Twitter Diplomacy

Dezember 13, 2010 by Florian Treiß · 2 Comments
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Die Internetkonferenz LeWeb in Paris ist zwar schon seit Donnerstag vorbei, doch noch immer tauchen im Netz neue Fundstücke auf. Hervorheben möchte ich heute den Vortrag von Matthias Lüfkens vom World Economic Forum (WEF) oder zu deutsch Weltwirtschaftsforum in Davos: Im Rahmen der Reihe Ignite, in der zehn Sprecher jeweils nur fünf Minuten Zeit für ihren Vortrag bekamen, redete Lüfkens über “Twitter Diplomacy” – und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite, z. B. als sagte, die diplomatische Kommunikation der verschiedenen Regierungen via Twitter sei wohl sicherer als die Übermittlungstechnik diplomatischer Depeschen.

Mittlerweile ist das Video seines Vortrags online (bitte auch den bombastischen Vorspann beachten, der in Paris bei der Konferenz so laut und basslastig gezeigt wurde, als sei es ein Trailer für einen Hollywood-Blockbuster):

Auch stehen die Folien dazu im Netz:

Die Macher von LeWeb laden derweil fleißig weitere Videos hoch – zu finden ist das Material im LeWeb-Kanal bei YouTube. Als Rückblick kann ich außerdem eine Zusammenstellung bei Scoop.it empfehlen. Und noch kurz der Hinweis auf meine beiden älteren Postings:

#LeWeb 2010: Was sonst noch so geschah

Dezember 9, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Bereits heute morgen schrieb ich über das spannende Interview mit Internet-Investor Alexander Tamas bei LeWeb in Paris. Nun noch ein paar Eindrücke, was sonst noch so auf dem Internetkongress geschah. Das beste Bild der ganzen Veranstaltung war z.B. dieses hier:

Loïc Le Meur im Outfit von Angry Birds

Veranstalter Loïc Le Meur verkleidete sich am Mittwoch eigens für ein Interview mit Mikael Hed, CEO von Rovio, der Firma hinter dem iPhone-Kultspiel Angry Birds. Mikael Hed verriet daraufhin ein paar Zahlen zu dem Game: Es kommt auf 12 Mio bezahlte Downloads plus 30 Mio kostenfreie Downloads. Die Android-Version erzielt einen Werbeumsatz von 1 Mio Dollar im Monat. Aber das nur am Rande.

Ansonsten gab es eine Reihe von Interviews mit Managern der großen Internetfirmen, die leider meist aus der zweiten Reihe kamen. Einen Eric Schmidt oder Marc Zuckerberg zog es dieses Jahr nicht nach Paris. Dennoch gab es viele spannende Q&As. Einige Zitate & interessante Aussagen, die ich vor Ort aufgeschnappt habe:

  • Ethan Beard von Facebook: “Mobile is cool. We’re gonna see a ton of devolpments. I will never count Microsoft out.”
  • Jason Goldman, Noch-Produktvorstand von Twitter, der auf LeWeb seinen Rücktritt verkündete: “Twitter muss sich nun darauf konzentrieren, ein Konsumerlebnis zu schaffen & z.B. Warcraft-Fans interessante Twitterer empfehlen.”
  • MySpace-Chef Mike Jones machte gut Wetter mit Rupert Murdoch: “Ich fühle mich sehr durch die News Corp unterstützt.”
  • Playfish-Manager Sebastien de Halleux: 1% bis 5% der Nutzer von Social Games kaufen Virtuelle Güter.
  • Dave Burke von Google: Near Field Communication schon jetzt in Japan großer Trend, daher nun auch bei Nexus S / Android.
  • Matthias Lüfkens vom Weltwirtschaftsforum Davos zum Thema Wikileaks: “Twitter Diplomacy is more secure than diplomatic cables.”
  • Google-Managerin Marissa Mayer: “Google kauft ungefähr einmal pro Woche eine Firma auf.”
  • Thomas H. Glocer, CEO von Thomson Reuters: “Reuters hat schon vor 40 Jahren User generated content eingeführt.” – Nämlich die Analysen von Banken aggregiert, aufbereitet & weiterverkauft.

#LeWeb 2010: Alexander Tamas von DST appelliert an Gründer

Dezember 9, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Alexander Tamas

Gerade habe ich hier bei der Konferenz LeWeb 2010 in Paris eine sehr interessantes Interview mit Alexander Tamas von Digital Sky Technologies (DST) gehört, dem russischen Investor, dem u.a. Teile von Facebook, Groupon und Zynga gehören. Er appelliert an Start-ups, nicht bloß zu gründen, um bald durch einen Verkauf schnelles Geld zu machen. Wenn ihn Start-ups kontaktieren und in ihrem Business-Plan auch schon eine Exit-Strategie auftaucht, findet er das einfach nur “lächerlich”. DST fährt bislang die Strategie, nicht als Frühphaseninvestor einzusteigen, sondern später, wenn sich zeigt, ob eine Firma wirklich eine nachhaltiges Konzept hat. Die Schwelle dafür ist bislang eine Firmenbewertung von 1 Mrd US-Dollar – wobei er zugleich einräumt, dass er nicht zuviel von Firmenbewertungen hält, solange sie nicht börsennotiert sind. Besonders in Europa fehlen ihm die Gründer mit einem echten Plan: “ln Europe, not enough role models of companies growing into global multibillion $ companies”, sagt er. Und weiter: “The issue in Europe: The first check comes, and the people sell out. You don’t have enough role models.” An seinen Investitionen Facebook, Groupon und Zynga schätzt er hingegen, dass die Gründer keine Eile haben, komplett zu verkaufen, und selbst ihre Unternehmen voranbringen wollen – sie hätten alle Visionen, die die Welt verändern sollen.

Update: LeWeb hat mittlerweile das komplette Interview mit Alexander Tamas ins Netz gestellt, sehr sehenswert:

Fünf Gründe, wieso Android besser ist als das iPhone

November 15, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Cnet zeigt in diesem schönen und witzigen Video hier fünf Gründe, wieso Android-Smartphones dem iPhone überlegen sind. Als da wären:

5. Open Source: Auch wenn’s schreckliche Apps mit vielen Bugs gibt, so wird man als User doch wie ein Erwachsener behandelt und nicht als kleines Kind
4. Echtes Multitasking: Erwachsene wollen selbst entscheiden, wieviele Sachen sie gleichzeitig machen
3. Flash-Unterstützung: Macht braucht nicht für alles eine App und schleppt so unnötigen Ballast mit sich rum, weil die Dinge direkt im Browser laufen
2. Endgeräte: Man kann zwischen rund 80 Geräten wählen, bei Apple nur zwischen 1,5 Geräten
1. Netzbetreiber (ok, gilt jetzt v.a. nur noch für die USA): Man hat die freie Betreiber-Wahl und muss nicht zu AT&T gehen

In dem Zusammenhang noch ganz interessant: Die Financial Times hat heute kritische Stimmen zu Apples neuem Werbesystem iAd zusammengetragen, die businessinsider.com so zusammenfasst:

  • “They are expensive and a pain to deal with,” said one media agency’s digital chief.
  • “Apple is in a weaker position than you’d think,” said another agency’s digital leader.
  • “Apple is still figuring out how to sell advertising,” said one senior marketing group executive. “You don’t just become a sell-side media company overnight. The infrastructure is missing at Apple right now.”
  • That same executive: “Clients don’t really take it that seriously yet. It goes in the experimental category, along with most of the rest of mobile advertising.”
  • Alexandre Mars, chief executive of Phonevalley, Publicis Groupe’s mobile agency: “They had some issues with the timing. The interaction with Apple was not easy.

Social Media Effects 2010 – Folien von Tomorrow Focus

November 15, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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Der Online-Vermarkter Tomorrow Focus hat in einer Befragung von 1.100 Internetnutzern herausgefunden, dass 38 Prozent von ihnen Social Networks nicht nutzen, während 41 Prozent sie oft  oder sehr oft nutzen. Die wichtigsten Funktionen dabei: Der Austausch von Nachrichten (56 Prozent) sowie Chats (51 Prozent). Wermutstropfen für Social-Marketing-Leute: Nur 10,7 Prozent finden Fanseiten wichtig. Wer sich auf eine Fanseite verirrt, erwartet dann v.a. aktuelle Neuigkeiten und Informationen (85 Prozent), der direkte Kontakt und die Interaktion mit dem Fanseiten-Betreiber sind für 51 Prozent wichtig. Ebenfalls interessant: 41 Prozent sagen, dass sie in ihren Profilen Musik-, Film- und Buchpräferenzen nennen – ein wichtiger Baustein für personalisierte Werbung. Hier die Folien von Slideshare, alternativ kann man Sie auch als PDF herunterladen.

Ein Herz für: MC Winkel, Testspiel.de, Grey Blog, Grübelei.de, Jens Weinreich

November 15, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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ein-herz-fuer-blogs-vier

Heute läuft wieder die Aktion “Ein Herz für Blogs”, durch die die Vernetzung von Blogs untereinander gestärkt werden soll. Blogger empfehlen dabei gegenseitig andere Blogs (ähnlich also wie Twitterer beim “Follow Friday”, nur läuft die Aktion seltener). Die Aktion ist zwar etwas in Verruf geraten, weil den Initiatoren unterstellt wird, sie würden dadurch nur Suchmaschinenoptimierung für ihre eigenen Blogs betreiben, doch das ist mir eigentlich auch egal. Mitinitiator MC Winkel schreibt zu den Vorwürfen übrigens:

Ich bin gespannt auf Eure Beiträge, möchte aber bei der Gelegenheit auch betonen, dass es selbstverständlich keine Verbindlichkeit ist, mich/uns als austragende Blogs zu erwähnen/zu verlinken. Ihr könnt das natürlich gerne tun, grundsätzlich geht es aber darum, Euren Lesern Eure Lieblingsblogs vorzustellen. “It’s all about Liebe für deutsche Blogs!” – und keine SEO-Aktion!

Ich denke zudem, es sollte ab sofort gar keinen Initiatoren/Hauptveranstalter für diese Aktion mehr geben, denn: wozu?! Lasst uns feste Termine vereinbaren – wie wäre es jährlich mit dem 15.11. (sowie 15.05.) für einen (zwei) bundesweite(n) “Ein Herz Für Blogs”-Tag(e)? Einfach vor/an den jeweiligen Tagen selbtständig per twitter/facebook/Blog an die Aktion erinnern und loslieben – dann gibt es nicht ständig dieses Theater, war ja fürchterlich! Danke für Eure Teilnahme – Peace.

Wie auch immer: Robert Basic erklärt in einem schönen Beitrag, wieso es so sinnvoll ist, sich untereinander zu verlinken, eine warme Leseempfehlung von mir.

Und nun also fünf Link-Empfehlungen von mir, deren Lektüre sich lohnt:

  • MC Winkels Blog whudat.de – für Fans von Hip Hop, skurrilen Internetfundstücken und schrägen Vodcasts genau das richtige.
  • Testspiel.de – quasi die etwas seriösere Variante für Musikfans.
  • Grey-Blog, ein noch recht junges Corporate Blog der Werbeagentur Grey mit interessanten Hintergrundberichten zu Social Media, Mobile Web etc.
  • gruebelei.de – Ansichten eines Basketballfans: Wie der Name schon sagt & m. E. eines der interessantesten Blogs zu Basketball in Deutschland.
  • jensweinreich.de – das wohl kritischste Blog zu Sportpolitik im Lande.

Studie von Grey & Google: Homo Connectus

November 4, 2010 by Florian Treiß · Kommentare deaktiviert
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homo-connectusDie Agentur Grey hat zusammen mit Google Deutschland vor einigen Tagen die Studie Homo Connectus veröffentlicht. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Werbungtreibende, PRler und Medien den vernetzten Menschen in Zeiten des “Always on” erreichen, fasst das noch recht junge Corporate Blog von Grey zusammen. Den “Homo Connectus” definieren die Macher so:

Alte Gewohnheiten behält man bei. Auch der Homo Connectus liest Zeitung. Aber digital. Über seinen RSS -Feed Reader auf seinem Smartphone. Die Zahl der Anwendungen je Endgerät steigt. Vom mobilen Telefon hat sich das Smartphone zum Life-Navigator entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen es und es bestimmt nachhaltig das Medienverhalten.

Einige interessante Zahlen aus der Studie:

  • 59% sagen, sie wollen immer erreichbar sein
  • 55% veröffentlichen Texte oder Bilder im Netz
  • 11% surfen per Handy im Internet

Allerdings sehnen sich zugleich 57 Prozent danach, auch mal NICHT erreichbar zu sein. Und 15 Prozent fühlen sich schon mal genervt und überfordert.

Auf YouTube gibt’s zudem noch ein Video mit den Machern der Studie:

Der wohl interessanteste Beitrag über die Studie stammt von Matthias Schwenk. Auf Carta schreibt er nach einer langen Analyse abschließend:

Am Ende steht das große Wort “Beziehung” und damit ein anderes Menschenbild als jenes, welches das Marketing des 20. Jahrhunderts geprägt hat. Die digitale Gesellschaft ist damit so etwas wie ein Versprechen auf eine Zukunft mit mehr Beziehungen – intensiveren, aber auch komplexer zu handhabenden Beziehungen. Der vernetzte Mensch hat es jetzt buchstäblich selbst in der Hand.

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