Vortragsfolien & Interview zum Mobile Web.
Zwei Hinweise in eigener Sache:
- Ich durfte diese Woche zweimal zu Trends und Herausforderungen im Mobile Web referieren – hinter dem Link liegen die entsprechenden Folien.
- Am 14.11. nehme ich an einer Podiumsdiskussion des Medienforums Mittweida teil. Vorab habe ich schonmal drei Fragen beantwortet: Das mobile Internet – eher Chance als Bedrohung.
Axel Springer sucht mit Viral-Video Talente.
“The Medium is the fucking Message”, weiß die Axel Springer AG, und hat für ihre Intiative Media Entrepreneurs, bei der Talente aus dem digitalen Bereich ihre Ideen Springer-Managern pitchen können, dieses virale Video produziert. Zum Totlachen, wie ein Bewerber bei seinem Termin Springer-Chef Mathias Döpfner und seine Vorstandskollegen vor den Kopf stößt:
Kleines Update noch: Das Plakatmotiv, mit dem Springer die Aktion bewirbt, ist übrigens nicht weniger schräg:

Meedia über mobilbranche.de
Die Kollegen von Meedia berichtet anlässlich des halben Geburtstags von meinem Projekt mobilbranche.de. Einfach aufs Bild klicken für mehr Infos:
Wieso es hier so still ist
Seit Monaten schaffe ich es leider nicht mehr, dieses Blog hier regelmäßig zu füllen. Das hat einen trivialen Grund: Am 1. März habe ich den Newsletter mobilbranche.de mit täglichen Infos zu Mobile Marketing und Mobile Business gestartet, der sehr viel von meiner Zeit beansprucht. Und mobilbranche.de wird heute 6 Monate alt, worüber ich mich sehr freue.
mobilbranche.de startet Anfang März
In den vergangenen Tagen habe ich viel an mobilbranche.de gearbeitet, meinem neuen Baby. Nachdem ich mich seit Monaten thematisch aufs Mobile Web eingeschossen habe, dachte ich, es sei an der Zeit für einen täglichen Nachrichtendienst rund ums Mobile Internet. Schaut einfach selbst schonmal die Seite an, dort gibt es bereits eine Testausgabe vom 16.2. mit dem Aufmacher Telekom und O2 lassen Preise von Datenroaming purzeln sowie Kurzmeldungen u.a. zu Google, Apple und Android. Außerdem gibt’s schon jetzt einen Veranstaltungskalender zum Mobile Business, zudem bastele ich gerade an einem ständig aktualisierten Überblick zu aktuellen Studien rund ums Mobile Web.
mobilbranche.de wird voraussichtlich ab 1. März nicht nur im Web erscheinen, sondern auch als täglicher Newsletter, selbstverständlich kostenlos. Interessenten können sich bereits per Mail an abo@mobilbranche.de vormerken lassen.
Mobile Web: Ein paar Lese-Tipps
- Mittelständler können von Apps profitieren: “FTD”-Autorin Kirstin von Elm hat mit Hotelbetreibern, Gastronomen und einer Modehändlerin darüber gesprochen, wie sie Apps einsetzen und nennt Lösungen für die App-Entwicklung, die sich auch kleinere Firmen leisten können.
ftd.de - App-Industrie im Umbruch: Anfangs sorgten noch kleine Entwickler für Überraschungen, doch nun konsolidiert sich der Markt. In Deutschland ist Mobil-Vermarkter Yoc der größte Entwickler, auch Werbeagenturen wie Philipp und Keuntje spielen mit. Die große “WiWo”-Geschichte ist jetzt online.
wiwo.de - Android Market wird den Apples App-Store Mitte 2012 bei der Anzahl der angebotenen Apps überholen, prognostiziert der “App Genome Report” von Lookout.
businessinsider.com, mylookout.com - Mobile Advertising: Millenial meldet, dass Android den US-Markt bei mobilen Werbeimpressionen im Januar dominiert hat. Android kommt demnach auf 54 Prozent Marktanteil, Apple-Geräte auf 28 Prozent. Noch im November lagen beiden Kopf an Kopf mit je 38 Prozent.
techcrunch.com - 45% der besonders aktiven Nutzer des Mobilen Internet würden gerne mit ihrem Smartphone zahlen – allerdings sorgen sich 73 Prozent um ihre Privatsphäre und Identitätsdiebstahl, so eine Accenture-Umfrage.
cellular-news.com
Mobile & Attitudes – Nutzer-Typologie von MRM
Die Werbeagentur MRM hat zusammen mit der TU Darmstadt die Studie “Mobile & Attitudes” veröffentlicht, die zum einen vier verschiedene Nutzertypen des Mobile Web identifiziert. Allein die vier Bezeichnungen sprechen schon Bände: Die Nutzer werden in “Rookie”, “Rationalist”, “Everyday” und “Restless” unterteilt. Auch zeigt die Studie, dass deutsche Nutzer durchschnittlich 15 Apps installiert haben, aber davon nur einen Bruchteil verwenden. Auch ist Augmented Reality noch sehr schwach verbreitet. Mehr Infos zeigt dieses hübsche Video:
Mobile & Attitudes – a Mobile Web User Typology from MRM Worldwide Deutschland on Vimeo.
Eine deutschsprachige Zusammenfassung der Studie gibt’s bei mrmworldwide.de, die komplette Studie gibt’s bei mobile-attitudes.com.
Condé Nast produziert haarigen Content für Schwarzkopf
Henkels Haarpflege-Marke Schwarzkopf schickt heute ihren vollkommen überarbeiteten Internetauftritt an den Start. Ziel: möglichst viele der monatlich 16 Mio Suchanfragen bei Google Deutschland zum Thema Haare auf die Schwarzkopf-Website lenken und die Leser weniger mit plakativer Produkt-PR als vielmehr mit journalistischen Beiträgen rund um Haare auf der Seite zu halten. Der Ansatz sei “einzigartig für einen Konsumgüterhersteller”, meint der in die Planungen involvierte Medienberater Thomas Knüwer. Schließlich gäbe es zu Haar-Fragen bislang keine zentrale Anlaufstelle, sondern lediglich einige Online-Foren.
Frank Horn, Marketing Director International Digital bei Schwarzkopf, gibt die Parole “Content, content, content” aus. Es gibt fünf Rubriken: Trendlooks, Haarstyling, Haarfarbe, Haarpflege und Haarhilfe – dafür fehlt auf der Startseite jegliche direkte Produktwerbung. Die gibt’s nur einige Navigationsebenen tiefer, z. B. wenn man seine Wünsche in einen Produktberater einträgt.
Für die Inhalte hat Schwarzkopf einen renommierten Partner gewonnen: Den Condé Nast Verlag aus München, der sich durch seine Zeitschriften “Vogue”, “Glamour”, “Myself” und “GQ” hervorragend mit haarigem Content auskennen dürfte. So entsteht für Condé Nast eine Referenz für neuartiges Corporate Publishing. Horn unterstreicht dabei, dass die Inhalte “unique” sind, also speziell für Schwarzkopf geschrieben werden und nicht schon anderswo im Netz stehen. Das ist auch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, denn ansonsten würde sie wegen Duplicate Content nicht funktionieren.
Die Inhalte sollen ständig aktualisiert werden. In der Rubrik Trendlooks werden z. B. die Top-Frisuren aus der TV-Serie “Mad Men” vorgestellt, außerdem sollen die Haarlooks der Oscar-Verleihung besprochen und gezeigt werden. Dafür muss Schwarzkopf sicherlich einiges an Geld für Fotorechte in die Hand nehmen. Bei Condé Nast sollen dauerhaft zwei bis drei Leute für die Schwarzkopf-Website arbeiten. Umgekehrt soll die Seite aber auch “kein Silo” sein, das nur Linkpower von außen will, so Horn. Vielmehr soll es auch Links nach außen geben, z. B. auf Streetstyle-Blogs. Auch sollen Blogger ordentlich bezahlte Gastbeiträge schreiben dürfen. Die neue Website von Schwarzkopf wurde übrigens gezielt auch für mobile Endgeräte entwickelt – sie verzichtet auf Flash und ist auf dem iPad voll funktionsfähig.
Update mit weiteren Links zum Thema:
- PR-Blogger: Schwarzkopf und der neue Kundendialog
- Thomas Knüwer: Die neue Schwarzkopf-Homepage – Eine Antwort auf die Warum-Frage
Mobile Web: Neues Zeitgeist-Special, neues Wiwo-Blog
Das Mobile Web wird bekanntlich schon bald die Nutzung des stationären Internets überholen und ist wohl eines der wichtigsten Online-Themen für 2011. Dazu zwei interessante Link-Tipps:
- Das Blog Mobile Zeitgeist hat ein interessantes PDF-Special zum Thema “Apps vs. Mobile Browser – ist das Wettrennen schon entschieden?” zusammengestellt, Lektüre lohnt sich sehr.
- “Wirtschaftswoche”-Redakteur Andreas Menn hat ein vielversprechendes Blog namens Mobile Economy gestartet. Mal sehen, ob er sich dort – angelehnt an FAZ-”Netzökonom” Holger Schmidt – bald einen Namen als “Mobilökonom” machen kann. :-) Im Blog gibt’s bislang zwei Beiträge, “Jeder ein Schnäppchenjäger” zum Thema Mobile Payment sowie “Apps für Jedermann”. Für wiwo.de hat Menn zudem aktuell den Beitrag “Das Handy wird zur Kreditkarte” geschrieben.
Kai Diekmann meets Eric Schmidt – zurück von der #DLD11
Seit gestern Abend bin ich zurück von der DLD Conference 2011, Burdas Konferenz für digitale Trends in München. Der Besuch hat sich gelohnt: Spannende Interviews mit führenden Internet- und Medienköpfen auf zwei Bühnen, und das von Sonntag bis Dienstag. Dabei gab es immer wieder spannende Begegnungen. So etwa diese: Als Kai Diekmann den Jungs von “Clap” gerade erzählte, er plane nach den 100 Tagen als Blogger bald sein nächstes 100-Tage-Projekt (ich vermute stark: eine eigene Diekmann-App), schneite plötzlich der scheidende Google-Chef Eric Schmidt an ihm vorbei. Diekmann wurde ein “Hi Eric” und ein Shakehands los. Siehe dieses Exklusiv-Foto:

Für turi2 berichtete ich live via Twitter von vor Ort. Hier nochmal die Zitate, die mir am Besten gefielen:
- Hubert Burda nennt Eric Schmidt zum Abschluss der #DLD11 einen “Hero” und eine “mythologische Figur”. #Final Thoughts
- LTE gibt uns die Hoffnung, dass bald überall auf der Welt eine 10-Megabit-Verbindung verfügbar ist, so Google-CEO Eric Schmidt.
- Eric Schmidt: “What ever you’re doing, do it mobile first.”
- James Murdoch: Wir bewegen uns auf die All-Media-Welt zu, Medienkonvergenz nimmt weiter zu.
- James Murdoch: Gerade ist die spannendste und herausfordernste Zeit, in der Medienbranche zu arbeiten.
- Pete Cashmore von Mashable: Größtes Problem traditioneller Marken ist, dass sie gesichts- und emotionslos sind.
- Groupon-Gründer Andrew Mason: “Was Amazon für Produkte geworden ist, wollen wir für Lokales werden.”
- Randi Zuckerberg von Facebook: Nachdem Angelina Jolie mich nicht in “The Social Network” spielen wollte, wurde ich rausgestrichen.
- Marissa Mayer: Die Hälfte von Googles Innovationen kommt aus den 20% der Arbeitszeit, die jeder Mitarbeiter frei gestalten kann. (Zumindest in der Geschäftssparte, in der das mal analysiert wurde)
- Investor Stefan Glänzer: In Berlin-Mitte gibt’s mehrere tausend Leute in Start-ups, da entsteht die nächste 3-5 Jahre großes Ding.
- Christoph Schuh von Tomorrow Focus: Publisher trägt das ganze Risiko, während Kunde nur zählt, wenn Werbung geklickt wird. Neue Währung muss her.
- Sean Parker: “At the end of the day, content matters.”
- Sean Parker: “I wish my life was as cool as in the movie. There are no Victoria’s Secret models in Silicon Valley.”
- Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen: “We should have 3 or 4 Apples, that would be more healthful.”
Zwei Lesetipps noch: Die “Süddeutsche” hat das Interview von Kai Diekmann mit James Murdoch amüsant zusammengefasst. Und Focus Online berichtete in einem großen Special von der DLD. Ach, und einen Studientipp hab ich auch noch: Online-Markenwerbung in Deutschland, eine gemeinsame Studie von Tomorrow Focus und Comscore.
Neben den vielen Talks durfte natürlich auch eine Party nicht fehlen. Highlight war der Auftritt von Duffy, siehe abschließend mein zweites Foto:








