INSM-Watchblog ist zurück
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Hatte ich zunächst gar nicht mitbekommen, außer das meine Feedreader meinte, der Feed sei nicht mehr gültig: Das hier schon mehrmals angesprochen INSM-Watchblog ist von Wordpress.com gesperrt worden. Nun ist es unter neuer Adresse zurück. Fragt sich bloß, wie lange. Perspektive2010 gibt auf jeden Fall Tipps, wie man noch an die gesperrten Artikel herankommt.
(via blogbar)
Lesenswerte Kommentare
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Da sich ja vielleicht nicht jeder zu den Kommentaren der einzelnen Beiträge durchklickt, möchte ich auf diesem Weg auf interessantes Feedback der letzten Tage hinweisen:
- “Speicherbaustein” hat Alan Poseners – bei Welt Online entfernte – Abrechnung mit Kai Dieckmann und der BILD im Volltext eingestellt.
- Zu dem Kampf zwischen INSM-Watchblog und Statler & Waldorf hat sich Mr. Statler selbst zu Wort gemeldet.
Das hat mir doch einige Trackbacks mehr eingebracht, wie aber leider nur Technorati und nicht mein Blog selbst weiß. Denn irgendwie funktioniert die Anzeige der Trackbacks seit Ewigkeiten bei dem von mir z.Zt. benutzten 1&1-Blog nicht. :( Ich will schon seit einiger Zeit auf echtes WP umstellen, aber irgendwie finde ich gerade einfach nicht die Zeit dazu.
Und die Statistik freut sich auch: Das erste Mal seit dem Start von meinem Blog hatte ich an nur einem Tag über 1000 Page-Impressions. Und zwar 1169 am gestrigen Mittwoch.
Schlag auf Schlag
Das von mir gestern vorgestellte INSM-Watchblog, das sich mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft beschäftigt, wurden jetzt von den liberalen Vorzeigebloggern Statler & Waldorf kritisiert. Durchaus zu einem Teil berechtigt, wie ich finde. Das klingt dann so:
Nun kann man natürlich von der INSM halten, was man will. Ich für meinen Teil denke, daß es keine schlechte Idee ist, ein wenig ökonomische Aufklärung in einer für Otto Normalverbraucher verdaulichen Form zu betreiben, daß man das dann aber besser — vor allem: sachlicher und nicht so sehr in Pamphletform — machen sollte. Aber manche Kritik an der Initiative, gerade aus dem linken Milieu, oszilliert nur noch zwischen sinnlosen Hasstiraden und substanzlosen Vermutungen. Wie in dem angesprochenen Blog versucht wird, die große Verschwörung zwischen Ökonomen, Industrie und Think Tanks mit der INSM im Zentrum des Spinnennetzes zu belegen, das hat vor allem einen sehr hohen komödiantischen Wert.
Das läßt das INSM-Watchblog natürlich nicht auf sich sitzen und schon entsteht ein kleiner Blogkrieg:
Findet Euch damit ab, dass der Kuschelkurs vorbei ist. Nicht nur für die maßlos gierigen und egomanischen Stinker von der INSM, sondern auch für die wissenschaftlichen Mietmäuler und akademischen Prostituierten, die sich willig jederzeit kaufen lassen, um den Forderungen solcher Lobbys den Anschein von Wissenschaftlichkeitund angeblicher Notwendigkeit zu verpassen. Ihr seid eine Schande für die objektive Wissenschaft, akademische Popnutten ohne Anstand im Leib.
Beide Blogs werden wohl nie Freunde werden – entgegen der guten Blog-Sitten verlinken sie sich gegenseitig noch nicht mal. Doch ist es das Wert? Als Journalist denke ich, dass die Methoden der INSM natürlich kritisierenswert sind. Aber auch hier sollte gelten: Audiatur et altera pars. Es ist doch lächerlich, dass die eine Seite in den Wald hineinruft: “Verschwörungstheorie”, und es schallt zurück: “Neoliberale Steigbügelhalter kriechen der INSM hinten rein”.
Nachtrag am 11.5. wegen Umstellung meiner Blogsoftware: Leider konnte ich die Kommentare nicht direkt importieren, daher nun noch einmal hineinkopiert:
Wirtschaft und Schule
Die FAZ beschäftigte sich gestern damit, dass sich Unternehmen und Verbände immer mehr in Schulen “engagieren”. Bisher wusste ich ja schon von der Aktion “Wirtschaft und Schule” der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die durchaus kritisch zu sehen ist.
Oder auch das Phänomen der “Zeitung und Schule”-Projekte: Wie berichtet hatte die Frankfurter Rundschau Schüler “kritisch recherchieren” lassen, und zwar bei McDonald’s. Als Ergebnis kam eine Anzeigenbeilage heraus. Bei Daily Mo gibt’s dazu übrigens mittlerweile eine Zusammenfassung, was DJV und verdi davon halten.
Aber zurück zum FAZ-Artikel: Dort werden weitere Beispiele genannt, so etwa eine Unterrichtsmappe des Kaugummi-Herstellers Wrigley.
Dass durch die Kaubewegungen das Hirn besser durchblutet werde – die Verbreitung dieses Untersuchungsergebnisses wertet der Philologen-Verband als den ersten „Coup“ von „Wrigley“. (mehr bei FAZ.net)
(gefunden dank turi2)
Blogtipp: INSM-Watchblog
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Erst vor drei Wochen gestartet, hat sich das INSM-Watchblog zu einer großartigen Quelle über die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft entwickelt. OK, der Untertitel “über das neoliberale Reichspropagandaministerium von Kapital und Arbeit” ist mir etwas zu sehr Gegen-Propaganda. Aber ich habe bisher noch auf keinem anderen Blog so gebündelte Informationen über diesen verlängerten PR-Arm der deutschen Wirtschaft entdeckt. Mein eigener kleiner Beitrag über INSM und Unicheck vor einigen Wochen sieht da doch etwas alt gegen aus.
Finger weg von Unicheck
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Vor wenigen Tagen wurde die Website unicheck.de gestartet, eine Seite der Inititiative Neue Soziale Markwirtschaft oder kurz INSM. Lobbycontrol hat zusammengefasst, wo es dazu bereits so alles kritische Stimmen gibt und bewertet die Website/Kampagne so:
Letztlich geht es dabei um die Akzeptanzbeschaffung für Studiengebühren und für die Organisation der Hochschulen nach Marktprinzipien.
Ebenfalls spannend zum Thema ist eine Recherche von Perspektive 2010, wo es darum geht, dass INSM scheinbar mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung versucht, unliebsame Artikel über sich bei Google & Co weit nach hinten zu verdrängen, d.h. schwerer auffindbar zu machen.
Zur Erinnerung – INSM war bspw. auch dabei, als man Dialoge/Inhalte bei der ARD-Soap Marienhof kaufen konnte, nachzulesen bei Zapp vom NDR. Und der Tagesspiegel nannte INSM in einem Feature einst die “Apo des Kapitals”. Interessant ist auch die Studie der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung über “Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”. Die Zeitschrift Freitag hat das ganze unter “Die Medien einschüchtern” zusammengefasst, immerhin dieser Text ist noch in den Google Top 10 zu finden… Und mittlerweile sind auch in den Top 20 wieder einige kritische Texte über INSM gelandet, so dass – so es sie tatsächlich gibt – die Suchmaschinen”optimierung” nun wieder einiges zu tun haben wird.




7.5.2007 bei 19:45 | bearbeitenOb das ein Blogkrieg ist? Ich weiß nicht. S&W hängen sich an einem kaum nennenswerten Detail auf, der für den Artikel nicht essentiell ist und versuchen auf diesem Wege die Autoren mit Vorwürfen wie “Verschwörungstheorie!” zu diskreditieren. Dass darauf eine prompte Reaktion folgt, dürfte nicht ungewöhnlich sein. Zumal dieser Prof. Dr. Lahmenspuck von S&W wohl mit zu der Bande neoliberaler Wirtschaftswissenschaftler gehört, die gerne jeden Sozialraub bejubeln und “Freiheit” schreien, wenn sie eigentlich nur meinen “Egoismus für alle, vor allem für mich!” Ich denke, das war wohl einer der Punkte, warum die Reaktion so stark ausfiel. Zumal es wohl nicht der einzige aus diesem Lager gewesen sein soll, der sich daran aufgehängt hat. Dafür wurde das Watchblog heute von Rebellen ohne Markt verlinkt, siehe http://www.perspektive2010.de/blog/2007/05/07/insm-watchblog-bei-rebellen-ohne-markt/GrußAlex
7.5.2007 bei 21:37 | bearbeitenNa gut, ich gebe zu, daß meine Kritik harsch formuliert war, aber wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es eben heraus. Wenn der INSM-Sniper geschätzte Kollegen völlig ohne sachliche Grundlage als korrupt, unfähig, Lügner usw. beschimpft, dann muß er sich nicht über eine entsprechende Reaktion wundern.Beim Lesen seines Blogs habe ich nicht ein einziges Posting gefunden, in dem der INSM oder irgendeinem der beschimpften Ökonomen ein sachlicher Fehler nachgewiesen wurde. Stets wird direkt, mit voller Breitseite, ad personam gegangen. Das ist doch nicht ernstzunehmen.
7.5.2007 bei 21:48 | bearbeitenIch denke mal, dass man nicht umhin kommt, die Namen derer zu nennen, die für die INSM tätig sind, ohne dies vor entsprechenden Diskussionen bei Christiansen und ähnlichen Formaten anzumerken. Die Zuschauer bekommen eine “Expertenrunde” präsentiert, bei der alle Experten aus dem gleichen Stall kommen und in seliger Einfalt neoliberale Konzepte als Allheilmittel aller gesellschaftlichen Probleme präsentieren. Das ist IMHO unredlich. Offenbar gilt, was der INSM-Sniper schreibt: Der Kuschelkurs ist vorbei. Nicht erst seit der Aktionen am und im Bundestag. Ob Sie das ernstnehmen wollen oder nicht, ist dabei vollkommen irrelevant.GrußAlex
8.5.2007 bei 10:08 | bearbeitenFreut mich, sowohl INSM-Gegner als auch deren kritische Freunde hier in den Kommentaren zu entdecken. :) Irgendwie ist bei meinem Blog die Trackback-Anzeige schon seit geraumer Zeit defekt – das INSM-Watchblog hat die Kommentare direkt in seinem Blog kommentiert – Schmusekurs ist das aber auf keinen Fall: http://insm.wordpress.com/2007/05/08/statler-wollte-nur-geschatzte-kollegen-verteidigen/