3-gegen-3-Basketball könnte olympisch werden

August 26, 2010 by Florian Treiß · 1 Comment
Filed under: Sport 

Beim Basketball wirft eine große Neuerung ihren Schatten voraus: Sportpolitik-Experte Jens Weinreich berichtet in seinem Blog, dass die Fiba und das IOC ganz heiß darauf sind, 3-gegen-3-Basketball im Jahr 2016 zur Olympischen Sportart zu machen. Die dem Streetball angelehnte Spielvariante nennt sich offiziell “Fiba33″, das Spiel findet nur auf einen Korb statt und endet entweder wenn eine Mannschaft 33 Punkte hat oder wenn zweimal fünf Minuten Spieldauer um sind. Getestet wurde das Ganze letztes Jahr bei den Asia Youth Games und aktuell bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur. Bei der Frankfurter Neuen Presse gibt’s ein paar Zitate dazu:

«Ich bin davon begeistert. Es ist unheimlich dynamisch», sagte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) und Vizepräsident des Europäischen Verbandes Fiba Europe. «So hat es auch mit Beach-Volleyball begonnen.» Er hofft, dass die «Fiba nun initiativ wird, um Fiba33 als neue Sportart zu etablieren». Ulf Tippelt, Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hält dies für lohnenswert: «Für mich ist dieses Basketball das Innovativste bei den Spielen.»

Ich frage mich allerdings ernsthaft, was das alles soll: 3er-Basketball hat doch nur auf der Straße Relevanz, nicht aber im Profibereich. Wo gibt’s denn da interessante Liegen? Und Olympia ist doch längst kein Amateurwettbewerb mehr. Vielmehr wollen Basketball-Fans dort NBA-Profis sehen, für die wird das olympische Basketball-Turnier im regulären 5-gegen-5-Wettbewerb immer mehr zum Karrierehighlight.

Wie sieht das Ganze aus? Ein offizielles Video vom Fiba33-Finale Serbien vs. USA gibt’s bei YouTube, bereitet beim Einbetten im Blog aber Probleme. Hier daher noch ein inoffizieller Mitschnitt von Zentralafrika vs. USA:

Basketball-Linktipps vom 25.8.2010

August 25, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
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Die Basketball-WM vom 28.8. bis 12.9. in der Türkei wirft ihre Schatten voraus – schon vorab beschäftigen sich einige Mainstream-Medien genauso wie die Fachseiten mit Basketball. Ein bisserl Lektüre:

  • “Deftige Niederlagen gehören im Profisport dazu” – Bundestrainer Dirk Bauermann im “Welt”-Interview.
  • Dirk Nowitzki fordert mehr Chancen für den Nachwuchs, sprich mehr Einsatzzeit in der Bundesliga, und zwar im “stern”.
  • Spox.com hat Sport1-Moderator Frank Buschmann zum Triangle-Talk geladen.
  • Die “B.Z.” will erfahren haben, dass Steffen Hamann vor allem deswegen von Alba Berlin zum Zweitligist Bayern München wechselt, weil er dort in Kombination mit einem Adidas-Sponsorenvertrag Millionär werden könnte. In Basketball-Deutschland anders als im Fußball bislang eine Ausnahme, denn ganze Clubs haben hier oft ein Jahresbudget, das niedriger liegt als das Jahresgehalt eines einzigen Fußball-Profis.

Und noch zwei Veranstaltungstipps für Leute in der Region Leipzig: Der MBC spielt dieses Wochenende zwei Freundschaftsspiele, zunächst am Freitag um 19 Uhr in der Weißenfelser Stadthalle gegen meine New Yorker Phantoms Braunschweig und dann am Samstag um 19 Uhr in der Kleinen Arena Leipzig beim ProB-Frischling Uni-Riesen Leipzig.

Uli Hoeneß über Basketball beim FC Bayern München

Juli 23, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Sport 

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat der “Welt” ein interessantes Interview über die Basketball-Ambitionen seines Vereins gegeben, die seit der Verpflichtung von Dirk Bauermann als Trainer das große Thema in der deutschen Basketballszene sind. Kostprobe:

Der Verein stellt jetzt für dieses erste Jahr so zwischen einer und anderthalb Millionen Euro bereit, und wir müssen alle hart arbeiten, dass sich der Basketball nachhaltig selbst trägt. Sonst ist das Projekt nach diesem einen Jahr tot und wohl auch der Basketball in München, zumindest was das Engagement des FC Bayern angeht. Die Basketballspieler sollen den Fußballspielern nicht auf der Tasche liegen, das ist sicher.

Und noch eine, und zwar eine Kampfansage zu TV-Rechten:

über den TV-Vertrag habe ich gehört, dass der gar kein Geld bringt. Natürlich ist es wichtig, dass Basketball im Fernsehen präsent ist, aber ein Vertrag, der kein Geld bringt, ist für mich kaum vorstellbar. Sollten wir in die erste Liga aufsteigen, werden wir alles dafür tun, dass sich diese Situation ändert. Wir halten nichts davon, Rechte umsonst abzugeben.

Das ganze Interview gibt’s bei welt.de.

Link-Tipps Basketball vom 2. Juli 2010

Juli 2, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Sport 
  • Die “New York Times” schreibt über eine Werbeaktion von Jay-Z für die New Jersey Nets. nytimes.com
  • Dirk Nowitzki wird vermutlich bei den Dallas Mavericks bleiben, spekulieren US-Medien. american-arena.blogspot.com
  • Heiko Schaffartzik will die Phantoms Braunschweig leider nach nur einem Jahr wieder verlassen, um ins europäische Ausland zu gehen. newsclick.de
  • Bayern München kauft weiter fleißig Spieler für den Zwangsaufstieg von der Pro A in die BBL ein, jetzt folgt auch Demond Greene dem Lockruf. Aber was sollen bitte Nationalspieler in der 2. Liga? kicker.de

Tibor Pleiß goes NBA

Juni 25, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
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Tibor PleißHerzlichen Glückwunsch: Tibor Pleiß von den Brose Baskets aus Bamberg ist tatsächlich bei der NBA-Draft 2010 ausgewählt worden, und zwar als allererster Pick in der 2. Runde von den New Jersey Nets. Die wollen ihn aber eigentlich gar nicht haben, sondern haben seine NBA-Rechte gleich in einem komplizerten Tausch via Atlanta Hawks an Oklahoma City Thunder weitergegeben. Man darf nun gespannt sein, ob er tatsächlich erstmal bei Bamberg bleibt oder gleich in Oklahoma antreten soll. Viele Teams lassen ihre Spieler erstmal in Europa Erfahrung sammeln, vor sie entscheiden, ob sie wirklich NBA-reif sind. Bei Sport1 hatte Pleiß zuletzt noch erklärt, dass er erst noch ein Jahr Euroleague spielen wolle, vor er in die NBA gehe. Allerdings war das auch noch vor dem Draft und er vermutete damals, dieses Jahr noch gar nicht gedraftet zu werden. Notabene: Manche Spieler landen dann leider nie in der NBA wie der letzte Deutsche, der einen NBA-Draft geschafft hatte: Peter Fehse, der nach diversen Verletzungen noch nicht mal mehr in der Bundesliga spielt. Übrigens gibt’s bei Gruebelei.de noch ne interessante Story zu Tibor Pleiß.

Update: Im Five-Blog gibt’s ne Analyse, Trost für Tim Ohlbrecht, der nicht gedraftet wurde, sowie Video-Highlights von Pleiß und Ohlbrecht.

Schafft es Tibor Pleiß in die NBA?

Juni 23, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Sport 

Die NBA-Drafts sind nur noch einen Tag entfernt: Am 24.6. entscheiden die NBA-Klubs, welche Talente sie an sich binden wollen. Mindestens zwei Deutsche sind dabei, wobei zuletzt etwas verwirrende Angaben gemacht wurden: Elias Harris und Robin Benzing haben laut sportal.de ihre Anmeldung noch zurückgezogen, allerdings wird zumindest Benzing aktuell noch auf der offiziellen Seite nba.com als Kandidat gelistet. Gestern abend meldete wiederum dpa/kicker.de noch, Harris sei dabei, was wohl auch nicht stimmt. Bleiben also noch zwei: Der Bamberger Tibor Pleiß sowie Tim Ohlbrecht aus Bonn. Dabei werden aber nur Tibor Pleiß ernsthafte Chancen eingeräumt: Möglicherweise könnte ihn Oklahoma City Thunder schon in der ersten Draft-Runde auswählen. Laut dem Mock Draft von nbadraft.com wäre er ansonsten für die New York Knicks in der 2. Runde ein heißer Kandidat. Vorerst heißt es also vor allem: Daumen drücken, dass es nach Dirk Nowitzki endlich wieder ein Deutscher in die wichtigste Basketball-Liga der Welt schafft. Weitere Infos zum Draft auch im Blog Inglorious Baskets.

Dirk Bauermann & Bayern München

Juni 17, 2010 by Florian Treiß · 4 Comments
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Bayern München will das Hoffenheim des Deutschen Basketballs werden: Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann wird Trainer der Zweitliga-Mannschaft der Bayern und soll binnen eines Jahres den Durchmarsch von der Pro A in die BBL (1. Liga) organisieren. Uli Hoeneß steht hinter ihm – und Basketball-Deutschland ist gespannt, was da für eine neue Macht heranwächst. Und die Beko BBL ist alles andere als begeistert, dass womöglich bald der Bundestrainer parallel noch einen Erstligisten betreuen will, was die Statuten bislang verbieten. Aus Mangel an Zeit für eine größere eigene Analyse die besten Links zum Thema:

Basketball-BBL: Spürst Du das Dribbeln?

Juni 14, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Sport 

Logo Beko BBL ab 2010/2011

Aus alt mach neu: Die Basketball-Bundesliga, kurz  Beko BBL, gönnt sich einen neuen Markenauftritt. Im Vordergrund dabei stehen ein neues Logo mit einem stilisierten Herzschlag auf einem Basketball und der Claim “Spürst Du das Dribbeln?” - Die Liga hat noch immer Probleme, Sponsoren zu finden, immer wieder gibt es Insolvenzen. Das Rebranding soll nun helfen, frischen Wind reinzubringen. Laut Horizont.net hatte die Liga deshalb eine Studie an der Uni Bremen in Auftrag gegeben:

Die Wissenschaftler sollten klare Botschaften erarbeiten, die der Liga zur Besserung ihrer Markenstrategie verhelfen und Zuschauer und Sponsoren anlocken soll. Das Ergebnis: Spannung, Nervenkitzel, Action, Dynamik und eine mitreißende Atmosphäre in den Arenen sind die elementaren Merkmale der Beko BBL.

Ob’s ankommt, bleibt abzuwarten. Moderner wirkt’s aus meiner Sicht auf jeden Fall. Aber einen wirklichen Herzschlag löst das zugehörige neue Image-Video bei mir nicht aus, 1:30 mit vorwiegend sporthistorischen Aufnahmen sind nicht gerade das, was ich mir unter einem pulsierenden Film vorstelle:

Von Guido Wachstum gab’s via Twitter dazu schon den spitzen Kommentar:

Hmm, ganz schön alte Bilder im neuen Image-Filmchen der #bbl_de Ohne Ahnung von Basketball sieht das nach Turnhallensport aus.

Allesaussersport.de sieht die Sache ebenfalls skeptisch:

Ich mag das Logo nicht besonders. Claim und optisches Hauptmerkmal (die “Herzfrequenz-Linie”) sind billige Gag, die nicht zu einem Logo passen. Auch typographisch finde ich das Logo “ordinär”. Das Logo funktioniert farbig etwas besser als in schwarz-weiß – weswegen ich gehässigerweise die schwarz-weiße Variante hier abbilde. Um keine ausschweifende Design-Kritik daraus zu machen: ein Logo muss für mich derart abstrahiert sein, dass es in verschiedenen Darstellungen funktioniert. Sei es im Fernsehen, auf einem Fax oder als Aufnäher eines Replica-Shirts. Das tut dieses Logo nicht. Der “Informationsverlust” von farbig auf schwarz-weiß ist sehr groß. Bei allem Verständnis dafür, dass man seinen Ligasponsor in das Logo unterbringt: soll nun das Logo alle zwei Jahre gewechselt werden? Was macht man, wenn der nächste Sponsor “Neckermann-Reisen” ist? Ich habe da ein anderes Verständnis von Logo.

Gruebelei.de hingegen findet:

Im Vergleich zu der von mir zuvor immer wieder gerne gescholtenen „atemlosen Spannung“ ist es ein riesiger Fortschritt: Ja, ich spüre das Dribbeln!

Da hat er Recht: Das bisherige Logo wurde vergangenen Herbst eilig zusammengeschustert, nachdem kurz vor Saisonstart der neue Liga-Hauptsponsor Beko aufgesprungen war. Dazu gab’s die Parole “Atemlose Spannung”. Zum Vergleich die alte Variante:

Logo Beko BBL 2009/2010

Joggen & Whisky

Juni 11, 2010 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Journalismus, Sport 

Theo Sommer, ehem ZEIT“Zeit”-Urgestein Theo Sommer verrät zu seinem 80. Geburtstag (eine Huldigung über den Freigeist mit Redaktionsanbindung von Hans-Jürgen Jakobs siehe hier) sein Erfolgsrezept:

“Joggen, ein Glas blonden Whisky am Tag, neugierig bleiben. Nie anfangen aufzuhören und nie aufhören anzufangen.”

Quelle: abendblatt.de

Da auch ich Jogging-Fan bin und gern mal einen Whisky trinke, hier meine beiden Lieblingslinks passend dazu:

  • laufen, leiden, leben, lachen: achim-achilles.de
  • Altstadtkneipe No. 2 in Delitzsch – Inhaber Jens Fahr organisiert in seiner Whisky-Stube die besten Tastings im Großraum Leipzig

Link-Tipps vom 6.12.2009

Dezember 6, 2009 by Florian Treiß · Leave a Comment
Filed under: Allgemein, Musik, Sport 
  • Das Basketball-Blog Grübelei.de analysiert, wie stark die Chancen für die Deutsche Basketball-Nationalmannschaft um Dirk Nowitzki sind, für die Basketball-WM 2010 in der Türkei noch eine Wildcard zu bekommen. Sportlich ist die Truppe nämlich leider nicht qualifiziert, aber am 13. Dezember entscheidet die FIBA, welche vier Nationen noch einen Nachrücker-Platz bekommen. Es wird leider eng, meint Grübelei.de – und bittet daher alle Basketballer, heute ihre Sneaker für den Nikolaus rauszustellen, damit er eine Wildcard bringt. Siehe gruebelei.de
  • Edo Reents rezensierte für die “FAZ” vor ein paar Tagen das legendäre Musik-Buch “Sweet Soul Music” von Peter Guralnick, das dieses Jahr erstmals in deutscher Übersetzung erschien. Ist bei mir auf der Weihnachtswunschliste gelandet, klingt sehr spannend. Siehe faz.net

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