Doku zu “Watch the Throne” von Jay-Z und Kanye West
Die Spannung steigt: In wenigen Tagen veröffentlichen Jay-Z und Kanye West Ihr gemeinsames Album “Watch the Throne”. Und schon jetzt überfluten die PR-Leute der Raplegenden das Netz geschickt mit kleinen Schmankerln, die Lust auf mehr machen. Da wäre z.B. eine coole Fotoserie mit Bildern von den Aufnahmen. Dann wurde diese Woche auch ein Song aus dem Album ins Netz gestellt, “Otis”. Ein Tribut der beiden an Otis Redding, wo die Stimme des Soulkönigs reichlich gesampelt wird. Reinhören:
Otis feat. Otis Redding by watchthethrone
Und nun gibt’s sogar noch vorab eine zehnminütige Video-Doku von den Dreharbeiten mit teils skurrilen Szenen wie z.B. einem Studiobesuch von Schauspiel Russell Crowe. Und Jay-Zs Frau Beyonce darf natürlich dabei auch nicht fehlen. Reinschauen:
Kanye West & Jay-Z: Watch The Throne Documentary from introspective on Vimeo.
Beastie Boys meets Sesamstraße
Großartiges Playback-Video, passend zum Comeback der Beastie Boys, gefunden via @frischkopp:
Sesame Street breaks it down from Wonderful Creative on Vimeo.
Außerdem empfehlenswert, das neue offizielle Video der Beastie Boys feat. Santigold “Don’t Play No Game That I Can’t Win”, gefunden via testspiel.de:
TV-Tipp: Hip-Hop, The World is Yours
Heißer Tipp für alle Freunde der Rap-Musik und der Hip-Hop-Kultur: Am Donnerstag, 10. März, zeigt Arte um 22 Uhr die Dokumentation “Hip-Hop, The World is Yours” von Joshua Atesh Litle in einer Erstausstrahlung. Ich hatte schon vorab die Gelegenheit, den 82 Minuten langen Film zu sehen und kann ihn nur wärmstens empfehlen. Ausgehend von einem kurzen Intro über die Ursprünge des Hip Hop in der Bronx in den 70er Jahren geht der Film nach den ersten fünf Minuten auf eine musikalische Weltreise, um über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der weltweiten Hip-Hop-Bewegung zu berichten. Der erste große Block spielt in Frankreich, wo Hip Hop bereits 1984 seine erste TV-Sendung hatte. Französische Rapper und Bands wie Les Nubians und 113 kommen zu Wort.
Der zweite Teil der Reise führt nach Berlin – dort trifft sich das Filmteam mit sehr unterschiedlichen Köpfen. Darunter Tyron Ricketts, der einst durch seine Band Mellowbag sowie die Moderation der Viva-Sendung “Word Cup” bekannt wurde. Tyron erzählt viel vom Projekt Brothers Keepers und man sieht ihn bei Studioaufnahmen von “Alles geht”, seinem Song für ein Integrationsprojekt der Bundesregierung. Eine große Rolle im Deutschland-Teil des Films spielt zudem Joe Rilla, zu Wort kommen außerdem D-Flame, Sido und Kool Savas sowie weitere Heads wie Montana Beats, Bektas und Latash.
Weitere Flüge führen Joshua Atesh Litle später nach Israel und Palästina sowie nach Senegal. Eines zeigt der Film sehr gut: Hip Hop ist in vielen Teilen der Welt mehr als nur Party-Musik, es gibt viele politische Inhalte, seien Rassismus, mangelnde Integration, Ossi-Wessi-Konflikte oder die Zwangs-Beschneidung von sengalesischen Frauen. Dabei stellt “Hip-Hop, The World is Yours” zugleich eine schöne Melange da aus Doku-Szenen, Ausschnitten aus Musikvideos, Konzert-Sequenzen und speziell aufgenommenen Breakdance-Einlagen, z. B. vor der Berliner Eastside Gallery. Watch out: Am Donnerstag, 10. März um 22 Uhr auf Arte.
Weitere Infos gibt’s übrigens auch auf einer speziellen Microsite auf Arte.tv.
Musik: Adele, Aloe Blacc, Hip-Hop Doku von 1993.
Drei musikalische Tipps, aufgearbeitet vom vergangenen Wochenende:
- Die britische Sängerin Adele stellt bei NPR ihr neues Album “21″ vor. 30 Minuten herzerwärmenden Soul!
- Der großartige Soulsänger Aloe Blacc war ebenfalls bei NPR zu Gast – 20 Minuten Interview inklusive Musik. Übrigens ist Aloe Blacc im März/April auf Deutschlandtour!
- Und zu guter letzt ein Video, gefunden via testspiel.de - die Doku “Lost in Music” über die deutsche Hip-Hop-Szene von 1993 (!) hat’s in voller Länge auf YouTube geschafft, cool die Helden von damals zu sehen. U.a. dabei: Jan Delay, MC René, Torch und Boulevard Bou.
Link-Tipps vom 25.11.2010
- Jay-Z wirbt für sein neues Buch “Decoded” in den Staaten mit einer viralen Ambient-Media-Kampagne, z.B. mit Einweg-Tischdecken in Restaurants. whudat.de
- Bei npr.org gibt’s ein 45-Minuten-Beitrag/-Interview mit Jay-Z zu “Decoded”.
- Mittlerweile sind alle sechs Teile der Miniserie “New York Minute” bei arte.tv online.
- Und in eigener Sache: Ich hab den Fragebogen “Personal Look” von André Paetzel ausgefüllt, hat viel Spaß gemacht und ist jetzt online bei logolook.de
3x Kanye West
Kanye Wests neues Album “My Beautiful Dark Twisted Fantasy” ist seit Freitag draußen. Dazu drei feine Lese-Tipps:
1. “My Beautiful Dark Twisted Fantasy” ist so schamlos überladen, so unverstellt prahlerisch und gleichzeitig so rührend in seinem kindlichen Heischen nach Anerkennung und Liebe, dass man es einfach nicht hassen kann. Es ist grotesk und hässlich, aber auch wunderschön. Und ja, Kanye West ist ein Vollidiot und ein krankhafter Narziß. Aber er ist eben auch ein Genie.” -> Andreas Borcholte bei Spiegel Online.
2. A MUSICAL HAPPENING IN A MOST UNUSUAL PLACE. In the space of six months, Complex editor-in-chief Noah Callahan-Bever confided in Kanye, flew to Hawaii, and found himself in rap nerd Nirvana. -> großartige Reportage bei complex.com.
3. The Internet Has Many Faces: A Crowd-Sourced Interview With Kanye West. Letting the mountain of coverage stand in for answers to the questions he’ll never answer. -> interessante Presseschau bei npr.org
Ein Herz für: MC Winkel, Testspiel.de, Grey Blog, Grübelei.de, Jens Weinreich
Heute läuft wieder die Aktion “Ein Herz für Blogs”, durch die die Vernetzung von Blogs untereinander gestärkt werden soll. Blogger empfehlen dabei gegenseitig andere Blogs (ähnlich also wie Twitterer beim “Follow Friday”, nur läuft die Aktion seltener). Die Aktion ist zwar etwas in Verruf geraten, weil den Initiatoren unterstellt wird, sie würden dadurch nur Suchmaschinenoptimierung für ihre eigenen Blogs betreiben, doch das ist mir eigentlich auch egal. Mitinitiator MC Winkel schreibt zu den Vorwürfen übrigens:
Ich bin gespannt auf Eure Beiträge, möchte aber bei der Gelegenheit auch betonen, dass es selbstverständlich keine Verbindlichkeit ist, mich/uns als austragende Blogs zu erwähnen/zu verlinken. Ihr könnt das natürlich gerne tun, grundsätzlich geht es aber darum, Euren Lesern Eure Lieblingsblogs vorzustellen. “It’s all about Liebe für deutsche Blogs!” – und keine SEO-Aktion!
Ich denke zudem, es sollte ab sofort gar keinen Initiatoren/Hauptveranstalter für diese Aktion mehr geben, denn: wozu?! Lasst uns feste Termine vereinbaren – wie wäre es jährlich mit dem 15.11. (sowie 15.05.) für einen (zwei) bundesweite(n) “Ein Herz Für Blogs”-Tag(e)? Einfach vor/an den jeweiligen Tagen selbtständig per twitter/facebook/Blog an die Aktion erinnern und loslieben – dann gibt es nicht ständig dieses Theater, war ja fürchterlich! Danke für Eure Teilnahme – Peace.
Wie auch immer: Robert Basic erklärt in einem schönen Beitrag, wieso es so sinnvoll ist, sich untereinander zu verlinken, eine warme Leseempfehlung von mir.
Und nun also fünf Link-Empfehlungen von mir, deren Lektüre sich lohnt:
- MC Winkels Blog whudat.de – für Fans von Hip Hop, skurrilen Internetfundstücken und schrägen Vodcasts genau das richtige.
- Testspiel.de – quasi die etwas seriösere Variante für Musikfans.
- Grey-Blog, ein noch recht junges Corporate Blog der Werbeagentur Grey mit interessanten Hintergrundberichten zu Social Media, Mobile Web etc.
- gruebelei.de – Ansichten eines Basketballfans: Wie der Name schon sagt & m. E. eines der interessantesten Blogs zu Basketball in Deutschland.
- jensweinreich.de – das wohl kritischste Blog zu Sportpolitik im Lande.
Breakdance mit klassischer Musik
Ein großartiges Breakdance-Video der Crew Ensoul Collaboration und Regisseur Devin Graham, die in Slow Motion zeigen, wie wundervoll ästhetisch Breakdance ist – untermalt mit klassischer Musik statt Hip Hop. Gefunden beim Emser.
2x Soul: Mayer Hawthorne & Aloe Blacc
Zum Wochenende zwei Tipps aus dem Bereich Soul:
1. Rob Hoerburger fragt im New York Times Magazine: Can a nerd have Soul? Er porträtiert Mayer Hawthorne, den “Eminem des Soul”, sprich: einen weißen Soulsänger, der zumindest in den USA schon sehr erfolgreich ist.
Mayer Hawthorne was born almost 13 years after the Supremes’ Motown classic “You Can’t Hurry Love” first lit up radio waves and dance floors.
Wer Mayer Hawthorne noch nicht kennt – hier sein Video zu “Maybe so maybe no” von 2009:
Und ein Video-Interview des “Guardian” mit ihm ist auch ganz interessant, inklusive eines kleinen Konzert-Ausschnitts:
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2. Jonathan Fischer schreibt bei Spiegel Online ein feines Porträt über Aloe Blacc:
Wenn Erotik und Sozialkritik zueinander finden: Mit “I Need A Dollar” hat Aloe Blacc die Radios erobert. Die Wurzeln des Ex-Wirtschaftsberaters liegen im HipHop, aber mit altmodischem Songwriting und viel Glut in der Stimme schenkt er einem alten Genre eine neue Zukunft: dem “Message-Soul”.
4x HipHop: Common, Looptroop, Reen & Jay-Z
Vier feine Fundstücke aus dem Bereich Hip Hop von heute:
1. Common Ft. Lupe Fiasco & Jennifer Hudson No I.D. – “We Can Do It Now”. Großartiger Soul-Intro von Jennifer Hudson, danach geht’s raptechnisch ab – plus schicke Basketball-Bilder (weitere Infos & MP3-Download bei MC Winkel):
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2. Looptroop Rockers – “On Repeat”. Die Schweden schämen sich in ihrem neuen Song dafür, dass neuerdings eine rechtsradikale Band im schwedischen Parlament sitzt (weitere Infos bei testspiel.de):
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3. Mc Rene a.k.a. Reen rappt heute weniger, sondern versucht sich als Stand-up Comedian. Gerade war er zum zweiten Mal bei “Nightwash” (mehr Infos in Reens Blog):
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4. (ohne Video) Jay-Z bringt am 22. November in den USA sein Best-of-Album “Hits Collection Vol. 1″ raus. Dazu hat er eine flashige Microsite gestartet mit tollen Bildern von New York und den Meilensteinen seiner Karriere. Zeit nehmen und ausprobieren! Gefunden via Mashable.





