Jay-Z on top of the roof
Was für eine geniale Aktion, man müsste New Yorker sein und dann auch noch im entsprechenden Gewinnspiel siegen: Jay-Z hat vergangene Woche zusammen mit Eminem ein Konzert auf dem Dach des Ed Sullivan Theaters gegeben, und nur 100 Glückliche durften dabei sein, als die beiden in einer großartigen Kulisse zwischen den Hochhausschluchten spielten. Das ganze wurde dann bei David Letterman gezeigt, der seine Show in eben jenem Theater aufzeichnet. Hier drei Videos, gefunden via testspiel.de. Wie man bei der New York Post lesen kann, war die Sache freilich ganz anders geplant: Eigentlich wollten Jay-Z und Eminem eine Gratis-Show auf dem Vordach des Ed Sullivan Theaters geben, doch die Stadt verwehrte die Genehmigung aus Angst vor Unruhen (sic!).
John Legend feat. The Roots: Hard Times
Was für ein großartiger Song, um ins Wochenende zu starten: John Legend spielt gemeinsam mit The Roots den Klassiker “Hard Times” im Studio ein. Das ganze ist ein Vorgeschmack auf das gemeinsame Album “Wake up”, das am 21. September erscheinen soll – wohl eine der spannendsten Veröffentlichungen des Jahres, da kann man sich glaube ich einfach nur drauf freuen. Weitere Infos in einer Pressemitteilung, ein kleiner Auszug daraus hier:
The album is highlighted by familiar tracks like “Wholly Holy” by Marvin Gaye and “Little Ghetto Boy” by Donny Hathaway mixed with the more obscure selections of Baby Huey and the Babysitters’ “Hard Times,” and “Hang on in There” by Mike James Kirkland.
Der Meinung von MC Winkel kann ich mich bezüglich des Videos übrigens nur anschließen:
Liebe Freunde – DAS hier ist Musik! Handgemachter, souliger Shizznit von den Conscious-Göttern The Roots und John Legend – hier zusammen im Studio bei der Aufnahme von “Hard Times”, einem Remake des Baby Huey and the Babysitters-Classic.
Tibor Pleiß goes NBA
Herzlichen Glückwunsch: Tibor Pleiß von den Brose Baskets aus Bamberg ist tatsächlich bei der NBA-Draft 2010 ausgewählt worden, und zwar als allererster Pick in der 2. Runde von den New Jersey Nets. Die wollen ihn aber eigentlich gar nicht haben, sondern haben seine NBA-Rechte gleich in einem komplizerten Tausch via Atlanta Hawks an Oklahoma City Thunder weitergegeben. Man darf nun gespannt sein, ob er tatsächlich erstmal bei Bamberg bleibt oder gleich in Oklahoma antreten soll. Viele Teams lassen ihre Spieler erstmal in Europa Erfahrung sammeln, vor sie entscheiden, ob sie wirklich NBA-reif sind. Bei Sport1 hatte Pleiß zuletzt noch erklärt, dass er erst noch ein Jahr Euroleague spielen wolle, vor er in die NBA gehe. Allerdings war das auch noch vor dem Draft und er vermutete damals, dieses Jahr noch gar nicht gedraftet zu werden. Notabene: Manche Spieler landen dann leider nie in der NBA wie der letzte Deutsche, der einen NBA-Draft geschafft hatte: Peter Fehse, der nach diversen Verletzungen noch nicht mal mehr in der Bundesliga spielt. Übrigens gibt’s bei Gruebelei.de noch ne interessante Story zu Tibor Pleiß.
Update: Im Five-Blog gibt’s ne Analyse, Trost für Tim Ohlbrecht, der nicht gedraftet wurde, sowie Video-Highlights von Pleiß und Ohlbrecht.
Kai Diekmann, anonymes Roaming-Opfer
Als ob Kai Diekmanns Marokko-Urlaub im Januar nicht schon traumatisch genug gewesen wäre – nun musste Springer auch noch exorbitante Roaming-Kosten von über 40.000 Euro zahlen. Kein Wunder, dass nun das “anonyme Roaming-Opfer Kai D.” eine Opfer-Initiative auf YouTube startet – in einem herrlichen Fake-Beitrag von Spiegel TV.
Schafft es Tibor Pleiß in die NBA?
Die NBA-Drafts sind nur noch einen Tag entfernt: Am 24.6. entscheiden die NBA-Klubs, welche Talente sie an sich binden wollen. Mindestens zwei Deutsche sind dabei, wobei zuletzt etwas verwirrende Angaben gemacht wurden: Elias Harris und Robin Benzing haben laut sportal.de ihre Anmeldung noch zurückgezogen, allerdings wird zumindest Benzing aktuell noch auf der offiziellen Seite nba.com als Kandidat gelistet. Gestern abend meldete wiederum dpa/kicker.de noch, Harris sei dabei, was wohl auch nicht stimmt. Bleiben also noch zwei: Der Bamberger Tibor Pleiß sowie Tim Ohlbrecht aus Bonn. Dabei werden aber nur Tibor Pleiß ernsthafte Chancen eingeräumt: Möglicherweise könnte ihn Oklahoma City Thunder schon in der ersten Draft-Runde auswählen. Laut dem Mock Draft von nbadraft.com wäre er ansonsten für die New York Knicks in der 2. Runde ein heißer Kandidat. Vorerst heißt es also vor allem: Daumen drücken, dass es nach Dirk Nowitzki endlich wieder ein Deutscher in die wichtigste Basketball-Liga der Welt schafft. Weitere Infos zum Draft auch im Blog Inglorious Baskets.
Big Apple Greeter braucht Spenden
Big Apple Greeter, ein Geheimtipp für alle Leute, die nach New York reisen, steht leider kurz vor der Pleite – und braucht nun dringend Spenden, um zu überleben. Die Organisation bieten Touristen ein ganz besonderes Begrüßungsgeschenk an: Einheimische Volunteers geben ihnen eine kostenlose Stadtführung, vorzugsweise durch Stadtteile jenseits der touristischen Pfade – und das nicht etwa in Großgruppen, sondern ganz persönlich für Einzelreisende, Pärchen und Familien. Ich und meine Frau sind im April in den Genuß einer solchen Führung durch Greenwich Village gekommen – ein rüstiger Rentner jenseits der 80 gab uns eine geniale Führung. Insgesamt gibt es rund 300 solcher Freiwilligen, bei stern.de gibt es einen lesenswerten Bericht über eine Greeter-Führung durch Harlem zu lesen: Die andere Art, Harlem zu entdecken. Wie gesagt ist die Führung kostenlos, aber die Vermittlung von tausenden von Stadtführungen im Monat ist natürlich ein ziemlicher Aufwand, der bislang fast komplett durch Spenden finanziert wurde. Leider gingen die Großspenden von Firmen in Zeiten der Finanzkrise deutlich zurück, Big Apple Greeter musste deshalb schon einen Arbeitsplatz in der Zentrale streichen. Bis September benötigen die Greeter 300.000 Dollar, berichtet Crain’s New York, damit dieses tolle Angebot weiter existieren kann. Wer die Organisation, die mittlerweile Nachahmer auf der ganzen Welt gefunden hat, unterstützen möchte, der kann einen Betrag seiner Wahl auf den Seiten der Big Apple Greeter spenden. Ich werd’s machen!
Update 24.7.: Die Big Apple Greeter haben bislang leider erst 80.000 Dollar an Spenden eingeworben, benötigen bis Ende September aber mindestens 300.000 Dollar. Mittlerweile wurde eine zusätzliche Seite zum Spenden(-Countdown) eingerichtet.
Musikalische Link-Tipps vom 22.6.2010
- Bei den Pioneer Sessions von Levi’s spielen zeitgenössische Künstler alte Hits neu ein, z.B. Nas “Hey Young World” und Raphael Saadiq “It’s a shame”. Die Songs gibt’s nach Registrierung als Download. More to come: Die Roots und John Legend werden bald auch dort erscheinen. (via Testspiel.de)
- Mc Winkel hat ein Video-Mashup von Jay-Z vs. Marvin Gaye mit “Hello Brooklyn” aufgespürt und verweist auf das Remix-Album “Brooklyn Soul”.
- The Roots haben das erste Video zum neuen Album “How I get over” veröffentlicht, dass bei uns am 2.7. erscheint: “Dear God 2.0″
- Bei Livedome gibt’s im Archiv das Blumentopf-Konzert vom 5.6. in München
Movie-Mashups: Kubrick vs. Scorsese, Tarantino vs. Coen
Leandro Copperfield hat ein tolles Händchen für Remixes von Kinofilmen, wie diese beiden Videos hier beweisen.
a) Stanley Kubrick vs. Martin Scorsese
Kubrick vs Scorsese from Leandro Copperfield on Vimeo.
b) Quentin Tarantino vs. Coen-Brothers
Tarantino vs Coen Brothers from Leandro Copperfield on Vimeo.
Michael Spreng vs. Angela Merkel
Michael Spreng, ehemaliger Wahlkampfberater von Edmund Stoiber und Jürgen Rüttgers, läuft dieser Tage zur Höchstform auf, wenn es darum geht, Angela Merkel öffentlich abzuwatschen. Seine Analysen sind einfach köstlich:
- Die Zombie-Regierung: “Zombies sind Untote, scheinbar Lebende, ihrer Seele beraubte, willenlose Wesen. Nach dieser Definition hat Deutschland zum ersten mal eine Zombie-Regierung: es gibt sie, aber sie ist in Wirklichkeit tot. Die schwarz-gelbe Koalition ist nur noch eine K.o.alition.”
- Merkels Münchhausen-Plan: “Das Grundproblem ist, dass Schwarz-Gelb keinen Masterplan hat, keine Verknüpfung der Lösung der zentralen gesellschaftlichen Probleme zu einem Gesamtkonzept.”
- Interview mit der FAS: “Kein Spin-Doctor kann die mangelnde Autorität der Kanzlerin ersetzen. Kommunikation kann nicht besser sein als die Politik. Insofern ist jeder zu bedauern, der für Regierungskommunikation verantwortlich ist. Man kann nicht faule Äpfel als frisches Tafelobst verkaufen. It’s the politics, stupid.”
Wer mehr davon will: Sicher geht’s bald auf Michael Sprengs Blog sprengsatz.de weiter…
Journalisten glauben nicht an Paid Content
Nur 26 Prozent der deutschen Journalisten räumen Paid Content, also journalististischen Bezahlinhalten im Netz, gute oder sehr gute Chancen ein. Das ist eines der spannendsten Ergebnisse aus dem Medien-Trendmonitor 2010 der dpa-Tochter news aktuell, für den 2.700 Journalisten befragt wurden. Offenbar glauben Journalisten nicht an ihre eigenen Auftrags- bzw. Arbeitgeber: Nur ein Viertel hält Verlage und Medienunternehmen für gut oder sehr gut gerüstet für die digitale Zukunft. Weitere Infos in meiner Zusammenfassung der Studie bei turi2 oder direkt im Blog von news aktuell bei Jens Petersen. Oder hier als Slideshare-Präsentation die komplette Studie:
Wen das Thema interessiert, der möge sich auch gern die Folien zu meinem Vortrag Finanzierung von digitalem Content auf dem ENC 2010 hier im Blog anschauen.



