Sharon Jones: I’m not gonna cry
Die Lady ist echt der Hammer! Wieso bin ich erst jetzt über Sharon Jones gestolpert? Bester Sixities Soul im Jahr 2010, dieses Video hier hab ich via testspiel.de gefunden:
Rap-Legende Guru ist tot
Die New Yorker Rap-Legende Guru ist am Montag nach einem einjährigen Kampf gegen Krebs mit nur 43 Jahren gestorben. R.I.P., Guru! Ich werde Dein grandioses Konzert im März 2006 im Conne Island in Leipzig nie vergessen. Was mich traurig stimmt: Guru und sein ehemaliger Buddy DJ Premier hatten als Formation Gang Starr seit 2003 keine gemeinsame Platte mehr veröffentlicht. Und nun schreibt Guru in seinem Abschiedsbrief:
“I do not wish my ex-DJ to have anything to do with my name likeness, events tributes etc. I had nothing to do with him in life for over seven years and want nothing to do with him in death. Solar has my life story and is well informed on my family situation, as well as the real reason for separating from my ex-DJ.”
Die Beiden müssen sich also die letzten sieben Jahre lang spinnefeind gewesen sein, was in dieser Form bislang wohl kaum jemand bekannt gewesen war. Guru wird mir auf jeden Fall immer als großartiger MC in Erinnerung bleiben. Und ich kann kaum sagen, was mir besser gefallen hat: Seine Platten mit Gang Starr oder sein Projekt Jazzmatazz, dass Hip Hop und Jazz miteinander vereinte und in Deutschland in Ansätzen von der Braunschweiger Jazzkantine nachgeahmt wurde.
Lesenswerte Nachrufe:
- FAZ: Seufzer in der City
- taz: Ein mächtiges Vermächtnis
- Splash-Mag: Der Versuch eines Nachrufs (mit mehreren Videos)
Und Guru zu Gedenken noch das Video von “Loungin”, einer tollen Melange aus Rap und Jazz, vom ersten Jazzmatazz-Album.
PS: Via itsrap.de gibt’s das Album Jazzmatazz Vol. 4 als Gratis-Download.
Rüttgers ist kein Held
Jürgen Rüttgers und seine NRW-CDU zeigen mit dem Wahlkampf-Musikvideo “NRW in guten Händen” recht eindrucksvoll, dass deutsche Politiker lieber nicht US-Wahlkampfmethoden abkupfern sollten. Weitere Infos bei den Ruhrbaronen und in einem Piraten-Blog. Für meinen Geschmack einfach nur skurril, aber nicht ernst zu nehmen.
Unbundle the Bundle
“Unbundle the Bundle” – mit diesem markigen Claim hat Claus Strunz (im Foto rechts) vom “Hamburger Abendblatt” bei einer Podiumsdiskussion von news aktuell seine Meinung zu Paid Content kundgetan, die ich nur unterschreiben kann. Denn was man im Bereich Paid Content bislang sieht, sind Abo-Modelle: So kann man die Website des “Hamburger Abendblatts”, eine der wenigen in Deutschland mit Bezahlmodell, nur dann vollständig nutzen, wenn man a) ein Print-Abo hat oder b) ein Online-Abo für 7,99 Euro abschließt. Wieso aber kann ich als Gelegenheitsnutzer nicht einfach ab und zu mal einen einzelnen Artikel kaufen? Springer gewährt diese Möglichkeit bislang nicht – und ich kaufe bestimmt kein Abo, weil ich in Leipzig wohne und nur ab und zu einen Text aus Hamburg lesen will. So verschenkt die Zeitung momentan die Möglichkeit, den Long Tail zu erschließen, eines der wichtigsten Geschäftsmodelle im Internet. Dabei kennen sie dieses Geschäftsmodell doch eigentlich auch aus dem Print: Dem Einzelverkauf einer gesamten Zeitung nämlich, und selbst der ist beim “Abendblatt” momentan im Web nicht möglich, vermutlich wegen Vorgaben aus der Springer-Konzernzentrale. Claus Strunz sind also die Hände momentan gebunden. Georg Mascolo vom “Spiegel” (im Foto links) stellte sich bei der Diskussion prompt dagegen: “Verkaufen wir weiterhin eine Wundertüte! Ich bin gegen ‘unbundle the bundle’”. Doch das ist meiner Meinung nach “einsnullig”. Strunz hat Recht, dass die Verleger lieber von der Musikindustrie lernen sollten, für die der Einzelverkauf von Musik-Downloads mittlerweile ein wichtiges Standbein ist.
Weitere Infos zur Diskussion bei news aktuell oder beim Hamburger Abendblatt, dort ausnahmsweise sogar kostenlos. Sehenswert ist auch das passende YouTube-Video.
Sixt und die Aschewolke

Sixt zeigt einmal mehr, dass keiner so gut tagesaktuelle Werbung beherrscht wie der deutsche Autovermieter. Dieses Motiv mit einer Aschewolke passt prima zum Vulkanausbruch auf Island, wegen dem gerade hunderte Flüge ausfallen. Es ziert aktuell die britische Website von Sixt, auch in anderen Ländern gibt’s derartige Motive. In Deutschland heißt es z.B.: “Gehen Sie nicht in die Luft wegen soviel Asche! Mieten Sie für weniger bei Sixt.” Gefunden via horizont.net
New York City in Google Earth
Die Google-Programmierer präsentieren ihre 3D-Show von New York:
Deutsche Blogger: Paradebeispiel für neue Erzählformen
Die “FAZ” hat bereits heute morgen anlässlich der re:pbulica 2010 in ihrer Printausgabe mit einem 3-Seiten-Dossier von Marcus Jauer über Deutschlands Blogger überrascht, die sich angeblich zu sehr mit sich selbst beschäftigen. Nun ist die Web-Version online gegangen – multimedial und in mundgerechte Häppchen aufgeteilt, ist FAZ.net ein Paradebeispiel für neue Erzählformen im Online-Journalismus gelungen:
3x Musik: Sharon Jones, Gil Scott-Heron, The Roots
Drei Musiktipps, die ich unbedingt teilen möchte:
- Testspiel.de hat Links zu Downloads, einem Albumstream sowie einem Liveauftritt zu Sharon Jones neuem Album “I learned the Hard Way” zusammengestellt. Die Scheibe ist definitiv einen Kauf wert, finde ich! Gibt’s natürlich bei Amazon
zu kaufen. (Partnerlink)
- Bei thefader.com gibt’s eine großartige Kollabo von der Musiklegende Gil Scott-Heron zusammen mit Rapper Nas: “New York is Killing Me (1200Squad Remix)”. Great Stuff!
- Von The Roots gibt’s ein Gratis-Mixtape mit “Dilla Joints”. okayplayer.com
iPad: Message-Artikel und Videos
Der iPad ist in aller Munde – und diese Woche erscheint die neue Ausgabe der Journalismus-Zeitschrift “Message”. Darin steht auch ein 5-Seiten-Artikel von mir, in dem es neben dem iPad noch um andere Technologie-Hypes wie Second Life, Twitter, Facebook, QR-Codes, Handy-TV und Amazons Kindle geht. Bereits Ende Februar / Anfang März hab ich dafür Meinungen eingeholt von den Medienberatern Peter Schink und Thomas Knüwer, von Scholz-&Friends-Experte Nico Lumma, von Springer-Akademiker Ansgar Mayer sowie von Focus-Online-Chefredakteur Jochen Wegner. Auch wenn die neuesten Entwicklungen der vergangenen Tage wie z.B. die Kiosk-App der “Welt” fürs iPad noch nicht drin sind: Ich hoffe, der Text ist dennoch lesenswert. Online steht allerdings nur eine kleine Leseprobe, den kompletten Beitrag gibt’s nur im Print-Heft:
Hoffen auf die Wunderwaffe
Wird der iPad den Journalismus erneuern? Kann sich die Verleger-Branche mit Paid Content retten? Vielleicht. Bisher jedoch sind die meisten vermeintlichen Techno-Heilsbringer schnell gefloppt.
Auf YouTube gibt’s übrigens ein wunderschön schräges Video zum iPad: Will it Blend? Viel Spaß:





