Frohe Weihnachten mit Last Christmas – Alternative Version
Schön was zum Ablachen, eine alternative Version von Whams “Last Christmas”, die George Michael gehörig aufs Korn nimmt. Frohes Fest & guten Rutsch!
Facebook verhöhnt Privatsphäre der Nutzer
Facebook will offenbar einen Privatspähre-GAU für seine 350 Mio Nutzer weltweit auslösen: Erst rühmt sich das Netzwerk, einen neuen Sicherheitsbeirat zum Schutz von u.a. der Privatsphäre seiner Nutzer installiert zu haben. Dann rühmt sich Mark Zuckerbergs Laden auch noch, die Privatsphäre durch neue Optionen zu verbessern. Wie das ganze aber nun aussieht, das kann man wohl nur noch als Verhöhung der Nutzer bezeichnen: Seit heute Nacht werden die User von Facebook auf der Startseite in einem “Transit Tool” dazu aufgefordert, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu aktualisieren. Der unfeine Zug daran: Das Tool ist so eingestellt, dass automatisch die Profil-Informationen “Über mich”, “Familie & Beziehungen” und “Arbeitgeber” sowie sämtliche Status-Updates fürs gesamte Internet öffentlich werden -genau das steckt nämlich hinter dem Menüpunkt “Alle”. Nur wer diesen Trick bemerkt und ankreuzt, er wolle seine alten Einstellungen behalten, dessen Facebook-Infos bleiben tatsächlich weiter privat. Die Idee dahinter ist wohl, das Faceook mit Twitter gleichziehen will, wo die Meldungen standardmäßig öffentlich sind, außer man schaltet dies ab.
Gute Artikel zum Thema:
- The Facebook Privacy Fiasco Begins – techcrunch.com
- Unfreiwillige Offenheit statt Privatspähre – focus.de
- Bürgerrechtler verurteilen Facebooks Datenschutzreform – spiegel.de
- Facebook: Wenn private Daten davonfliegen – readers-edition.de
Wirbel um “50 pro Semester”
Heute morgen lief die Meldung schon bei meinem besten Kunden turi2 als Background-Meldung:
ProSieben in der Kritik: Kinderschützer und Kirchen protestieren gegen die geplante Scripted-Reality-Show “50 pro Semester”, in der fünf Studenten darum wetteifern, wer am meisten Frauen oder Männer ins Bett bekommt.
ln-online.de
Der Aufschrei wird nun immer größer um diese zweifelsohne schwachsinnige Sendung, die kommendes Jahr um 16 Uhr im Nachmittagsprogramm laufen soll. Was mich aber echt wurmt: Nicht alle Journalisten-Kollegen machen sich die Mühe, überhaupt zu erklären, was da passiert. Scripted Reality bedeutet nämlich nix anderes als ein fiktives/gestelltes Programm, dass vorm Look her wirken soll wie eine Doku. Bei Welt Online steht z.B. ein Text, der es sich einfach macht und schreibt:
Ärger um eine Doku-Soap auf ProSieben: In “50 pro Semester” sollen ab Januar 2010 fünf Studenten gegeneinander kämpfen, wer von ihnen die meisten Partner ins Bett bekommt.
Aber eine Doku-Soap ist das doch gerade nicht, sondern ein dummer Fake, der im Nachmittagsprogramm schocken soll. Die Kollegen von Spiegel Online sind da genauer:
Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer übt harsche Kritik an der geplanten ProSieben-Reihe “50 pro Semester”. Darin sollen sich Studenten einen Flachleg-Wettbewerb liefern. Der allerdings ist nur gestellt – mit Schauspielern.
Dabei hat Alexander Kissler in der “Süddeutschen” gerade erst berichtet, worum es in Scripted Reality überhaupt geht. Bitte mal nachlesen, wie RTL diesen Quatsch perfektioniert hat:
Erst mit diesem Paradigmenwechsel von Laien, die sich selber spielen, zu Laien, die fiktive Figuren in ausgedachten Konflikten darstellen, kam der Quotenerfolg. Authentizität fasziniert offenbar umso mehr, je künstlicher sie ist.
Danke!
PS: Zur Ehrenrettung von Welt Online – dort gibt’s mittlerweile auch einen frischeren Text, der die Sache genauer aufdröselt. Und vermutlich ist an der ersten Murks-Meldung die Agentur ddp Schuld, zumindest steht deren Kürzel drunter.
Link-Tipps vom 6.12.2009
- Das Basketball-Blog Grübelei.de analysiert, wie stark die Chancen für die Deutsche Basketball-Nationalmannschaft um Dirk Nowitzki sind, für die Basketball-WM 2010 in der Türkei noch eine Wildcard zu bekommen. Sportlich ist die Truppe nämlich leider nicht qualifiziert, aber am 13. Dezember entscheidet die FIBA, welche vier Nationen noch einen Nachrücker-Platz bekommen. Es wird leider eng, meint Grübelei.de – und bittet daher alle Basketballer, heute ihre Sneaker für den Nikolaus rauszustellen, damit er eine Wildcard bringt. Siehe gruebelei.de
- Edo Reents rezensierte für die “FAZ” vor ein paar Tagen das legendäre Musik-Buch “Sweet Soul Music” von Peter Guralnick, das dieses Jahr erstmals in deutscher Übersetzung erschien. Ist bei mir auf der Weihnachtswunschliste gelandet, klingt sehr spannend. Siehe faz.net
MP3-Adventskalender von Analogsoul
Heute ist zwar schon Nikolaus und das Projekt läuft folglich schon ein paar Tage, aber trotzdem möchte ich da heute endlich mal drauf hinweisen: Das Leipziger Netlabel Analogsoul bietet in seinem Blog einem musikalischen Adventskalender. Täglich gibt’s einen neuen Song jenseits des Mainstreams auf die Ohren, und zwar sowohl als Stream als auch als MP3-Download. Spannende Sachen sind dabei, mal isses elektronische Musik, mal aus dem Singer-/Songwriter-Bereich.
Was mir in diesem Zusammenhang peinlich ist: Analogsoul hat auch einen kleinen Laden auf der Leipziger Kurt-Eisner-Straße / Ecke Brandvorwerkstraße – kaum 500 Meter von mir entfernt, und ich war trotzdem noch nie da. Nachholen! Gerade hat das Leipziger Abvmoblog dazu eine kleine Review geschrieben.
detektor.fm startet heute
Heute, 4.12.09, ist es soweit: Um 16 Uhr startet das neue Webradio detektor.fm. Es will anspruchsvollen Journalismus und alternative Popmusik bieten. Die Macher kennen sich aus ihrer Zeit beim Leipziger Uni-Radio mephisto.97.6, wo ich auch mal gearbeitet habe. Weitere Infos gibt’s bei kreuzer-leipzig.de, die Sender-Homepage liegt auf detektor.fm. Viel Erfolg!
50 Cent im Pascha
Was es alles gibt: 50 Cent hat am Montag eine Record-Release-Party in Köln gegeben – und zwar ausgerechnet im Puff “Pascha”:
Zum Welt-Aids-Tag: Curse – 24
Heute ist Welt-Aids-Tag – und Curse liefert mit “24″ den passenden Sound zu einem neuen Aufklärungsclip der Deutschen Aids-Hilfe:

