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Von Bloggern abschreiben statt Recherche (2)
Ich hatte ja bereits darüber berichtet, dass sich die Schweizer Zeitung “Heute” in ihrer Online-Version selbst dafür lobte, von US-Bloggern abzuschreiben. Das würde Geld sparen und das Klima schonen. Nicht nur ich fand diese Haltung merkwürdig, sondern wohl auch einige Leser. Unter der Rubrik “Trashcan” haben die Kollegen dort nun eine Reaktion publiziert:
Fazit für mich daraus ist, dass Eure Journalisten also zu klug sind, um auf die genauen Informationen der Agenturen und Pressmeldungen zu warten und dafür lieber Inhalte aus US Bloggs abschreiben? Entschuldigung aber dann ist ja wohl die Bezeichnung Journalist etwas übertrieben, denn so sind das höchstens Übersetzer, wenn sie die Texte auf Deutsch adaptieren.
Mehr dazu auch bei Peter Hogenkamp.
Kommentare
6 Kommentare on Von Bloggern abschreiben statt Recherche (2)
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Peter Hogenkamp on
Do, 13th Sep 2007 14:38
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Peter Hogenkamp on
Do, 13th Sep 2007 16:09
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Peter Hogenkamp on
Do, 13th Sep 2007 16:46
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Florian Treiß on
Do, 13th Sep 2007 16:54
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Peter Hogenkamp on
Do, 13th Sep 2007 16:59
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Florian Treiß on
Do, 13th Sep 2007 17:21
Sorry, hatte einen lange Kommentar geschrieben, aber wegen dem Scheissmatheplugin ist der jetzt weg. GRRRRRR!
Sorry. War überreagiert.
Sag mir hier eine der fehlenden Lösungen sagst, dann schreib ich ihn nochmal:
http://imgriff.com/2007/09/13/bastelstunde/
Was mich einfach genervt hat,
Ups, hakt da wirklich was mit dem Mathe-Plugin? Sorry dass das posten soviel Ärger bereitet. Ich deaktiviere es gleich mal.
Ich kenne das Plugin schon, das haben ja viele. Was mich einfach genervt hat, ist, dass der Kommentar weg war, als ich “zurück” geklickt habe. Das ist bei den meisten anderen nicht. Robert Basic schreibt sogar: “Keine Angst, der Text ist noch da.” (Jedenfalls war das so vor seinem Redesign.)
Vorhin schrieb ich also sinngemäss:
Ich verstehe die Überlegung grundsätzlich. Ich finde allerdings, dass Thomas Benkö nicht der richtige ist, um ihm fehlenden “journalistischen Anspruch, selber zu recherchieren” vorzuwerfen. Aus Deutschland kannst Du natürlich seine Seite “Digital” im “heute” nicht jeden Abend lesen. Die ist immer sehr “opinionated”. Und seine Blogs Trashcan und benkoe.ch stehen da nicht nach, im Gegenteil. Sowas musst Du erstmal machen über Dein Schwesterblatt. Oder das hier. Könnte mich schlapplachen über solche Typen, die nicht mit ihrem eigenen Namen für etwas stehen.
Das Liveblogging genauso wie das Liveblogging-LiveTranslating sind einfach spezielle Formen für spezielle Situationen. Wenn es schnell gehen muss, überwiegt der Live-Charakter. Wenn man ein paar Stunden Zeit hat zu recherchieren und zu formulieren, wird es halt gründlicher.
Insofern verstehe ich auch nicht, warum der Spiegel den Untergang des Abendlands ausruft wegen Spiegel Online. Die haben doch ein Magazin, wo einmal die Woche (mehr oder weniger) sorgfältig recherchierte Sachen drin stehen. Es gibt schnelle News, und es gibt langsame Magazin-Artikel. Und vieles dazwischen.
Gruss, Peter
Ok, dann fallen meine beiden Beiträge sozusagen auf meine unsorgfältige Bloggerei zurück. Ich muss natürlich gestehen, dass ich mich überhaupt nicht informiert habe, wer Thomas Benkö ist und dies dann also etwas unfair war von mir.
Vielleicht sollte man es ihm also eher hoch anrechnen, dass er einfach mal aufgeschrieben hat, wie der Alltag einfach ist. Und es stimmt schon, die Live-Geschichten sind was spezielles und man kann natürlich nicht zu jedem Event in den USA jemanden live hinschicken.
Und so war der Text letztlich eine ehrliche Schilderung der eigenen Arbeitsweise, was natürlich für mehr Transparenz sorgt. Ganz im Gegenteil zu den Geschichten, wo für richtige Artikel exklusive Infos aus Blogs übernommen werden, ohne die Quelle zu nennen. Siehe z.B. meinen Beitrag Blogs als Quelle.
