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Saddam und 9/11

10. September 2007 · Kategorien: Journalismus, Medien, Politik 

Unglaublich, was eine Umfrage im Auftrag von New York Times und CBS am vergangenen Wochenende ergeben hat: Ein Drittel der US-Amerikaner denkt noch heute, Saddam Hussein wäre in die Anschläge des 11. September verwickelt gewesen.

33 percent of all Americans, including 40 percent of Republicans and 27 percent of Democrats, say Saddam Hussein was personally involved in the attacks on Sept. 11, 2001.

Dabei sprechen die Fakten doch schon seit Jahren eine andere Sprache und es ist geradezu skandalös, dass ein Drittel der Amis sowas denkt. Dan Gillmor (Autor von “We the Media”) merkt sarkastisch an, dass die Journalisten hier offenbar auch versagt haben:

The continuing scandal is that media organizations are doing so little to correct the record. Because it is not enough to run an occasional story debunking the lie. If I ran a newspaper I would make it a mission to educate people about the truth in these kinds of situations. If the job of the press is not to make as many people as possible understand the truth about big issues such as this, then what is?

Kommentare

3 Kommentare on Saddam und 9/11

  1. Looza on Di, 11th Sep 2007 05:00
  2. Ich habe bei den USA schon immer das Gefühl das sich der gemeine Bürger einen feuchten Kehricht um Außenpolitik schert und drauf vertraut das die Regierung das schon irgendwie richten wird. Das juckt die einfach nicht.

    Und Bush hat speziell mit FOX und auch CNN zwei Sender an der Hand die ziemlich konform mit ihm gehen.

  3. Florian Treiß on Di, 11th Sep 2007 09:13
  4. In den USA führt ja für viele Leute die größte Reise auch bloß von der Ost- zur Westküste oder umgekehrt, einen ausländischen Staat haben viele nie betreten. Wieso sich dann um Außenpolitik kümmern? Und wenn man dann noch FOX News verfolgt… Lieber “Outfoxed” schauen, den wohl ziemlich genialen Film, der FOX entzaubert.

  5. Looza on Di, 11th Sep 2007 17:18
  6. Ich hab mal ne Weile den Blog von einer Kulturredakteurin aus LA gelesen, reich, gebildet, öko, sozial engagiert. War ein interessanter Blick in die Psyche einer Amerikanerin, einer der Gründe warum ich das aber nicht mehr ausgehalten habe waren ihre Posts zu irgendwelchen Vorgängen in der Welt. Voll mit Vorurteilen, flach und im Grunde desinteressiert. Ganz Europa ist doof und undankbar dem großen Bruder Amerika gegenüber weil gegen den Irakkrieg (bis auf England, für Blair hatte sie Worte übrig die mich an ein Schulmädchen erinnert haben), der Nobelpreis wurde als “untragbar und veraltet” bezeichnet weil irgendein Preisträger in seiner Rede Amerika kritisiert hat und der Kampf gegen den Terror muss auch eine “Zivilisierung” der arabischen Welt nach sich ziehen etc. etc.

    Wie gesagt, die war nicht doof, aber bei den Aussagen hats mir regelmäßig die Fußnägel hochgerollt.

    PS:Bevor die Frage kommt : Nein werde ich nicht mehr finden, hab den Feed vor nem halben Jahr abbestellt und das war irgendein blogger.com-Blog.