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Klimaschwindel (2): “Untergangsterror”
Komischerweise ist mein kleine Notiz über die RTL-Sendung zum angeblichen Klimaschwindel mein Blog-Beitrag mit den besten “Einschaltquoten” der letzten 3 Monate. Klimaschwindel, Klimalüge oder sonst etwas scheint wohl in gewissen Bevölkerungskreisen sexy zu sein, obwohl eigentlich klar sein sollte, dass es den Klimawandel tatsächlich gibt und die Zusammenhänge mit der Industrialisierung nicht von der Hand zu weisen sind.
Aber egal, in der FAZ wird gerade ein Gefecht zwischen dem Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf und seinen Kritikern ausgetragen: Heute wirft ihm eine Allianz von Wissenschaftlern, Journalisten und Co. vor, er betreibe “Untergangsterror” und führe einen “Dschihad” gegen seine eigenen Kritiker. Stefan Niggemeier hat sich den Beitrag mal näher angeschaut und merkt an:
Der erste Absatz der Erwiderung von Bartsch-Ederer-Horx-Lotter-Maxeiner-Reichholf-Weimer beginnt so:
Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf ist ein sehr erfolgreicher Mann. Sein Sieg auf allen Kanälen der öffentlichen Meinungsbildung ist total. In allen Talkshows trat er schon auf, in Radio, Funk und Fernsehen ist er omnipräsent.
(Hervorhebungen von mir.)
Ich bin kein Klimaexperte. Aber ich misstraue jedem, der so formuliert. Wie grobschlächtig muss man mit Sprache hantieren, um zu behaupten, der Sieg Rahmstorfs „auf allen Kanälen der öffentlichen Meinungsbildung” sei „total”?
Und weiter schreibt er:
Jedes Wort hat sicherheitshalber, als traue man den eigenen Argumenten nicht, eine Verstärkung bekommen; es wimmelt vor Pleonasmen. Es geht nicht nur um eine „Mission”, sondern um eine „heilige Mission”; die „Verschwörung” ist eine „finstere Verschwörung”; Andersdenkende werden nicht nur verfolgt, sondern „fanatisch” verfolgt, und die Autoren sind keine Publizisten, keine Bürger, nicht einmal „normale Bürger”, sondern „ganz normale Bürger”.
Und Detlef Guertler (edit: Grueter) merkt in seinem tazblog an:
Ein Absatz daraus hieß: “Es geht uns um den Apokalyptizismus, mit dem die Debatte um den Klimawandel geführt wird. Im Namen des Notstands, der finalen Ausschließlichkeit eines fernen, unabdingbaren Untergangs, kann man Seelen, Menschen, politische Strategien, wirtschaftliche Investitionen umstandslos in Geiselhaft nehmen.” Der Apokalyptizismus ist hinreichend neu, hat erst 14 Google-Treffer – was nicht zuletzt daran liegt, dass man ihn bisher Chiliasmus nannte. Aber das klingt vermutlich zu religiös und harmlos.
Apokalyptiker sind Menschen wie du und ich, vielleicht ein bisschen gestört. Apokalyptistiker hingegen sind gemeingefährliche Realitätsfälscher. Ein ziemlich gefährlicher Begriff.
Ein Text also, der für dessen Autoren durchaus nach hinten losgehen könnte… Mehr zu dem Beitrag gibt’s übrigens auch beim Medienblogger zu lesen.
Kommentare
3 Kommentare on Klimaschwindel (2): “Untergangsterror”
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Anne on
Mi, 5th Sep 2007 15:15
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Jörg Haas on
Do, 6th Sep 2007 18:39
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Wolfgang on
Mo, 29th Okt 2007 19:02
Stefan Rahmstorfs Antwort auf die Replik von Bartsch, Ederer, Horx, Lotter, Maxeiner, Reichholf und Weimer in der FAZ:
http://www.pik-potsdam.de/~stefan/klimahysterie_antwort.html
Hinter der Rahmstorf-Kontroverse steckt natürlich noch etwas anderes: Maxeiner et al. werfen ihm ja “Hysterie”, also Angstmache vor.
Ist Angst ein notwendiger Ratgeber, um die Kräfte zu mobilisieren, die wir zur Bewältigung des Klimawandels brauchen?
Hierzu http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/die-wahrheit-die-medien-und-die-angst/
Frueher hieß es: “Wenne das Geld im Kasten klingt,
die Seele aus dem Feuerspringt.”
Heute heißt es: “Wenn das Geld im Kasten klingt, Frau Merkel gutes Wetter bringt.
Das Eine wie auch das Andere ist eifach nur Blödsinn
und dient lediglich korrupter Politgauner Ihre Taschen zu füllen. ( Verdient Al Gore nicht etwa sein Geld mit Emmissionshandel??? verkauft uns also sozusagen das Recht zu atmen????
Gruß W
