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Unbedeutende Blogs

4. September 2007
Kategorien: Blogs/Web 2.0 

Heute ist sie erschienen, die neue ARD-ZDF-Onlinestudie 2007. Demnach sind mittlerweile 62,7 % der Deutschen online. Web-2.0-Anwendungen werden bislang aber nur schwach genutzt: 89% der Onliner nutzen demnach nie Weblogs. Und das meint in der Studie, das die Blogs von diesen 89% noch nicht mal passiv gelesen/konsumiert werden. Man könnte zwar einwenden, dass sicher schon mehr Leute via Google über Blogs gestolpert sind. Nur haben sie die Blogs dann nicht bewusst als solche wahrgenommen. Wenn man weiter ins Kleingedruckte schaut, dann sind von den 11% der Leute, die Blogs nutzen, wiederum 76% reine Leser (aber bei der kleinen Menge von n=128 Weblog-Nutzer ist das freilich nicht mehr repräsentativ). Dennoch: Die Studie hat ja einiges Renomee und so wird da wohl was dran sein. Hier eine Tabelle zu Web 2.0-Angeboten:
ardzdf.jpg
Quelle: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=47

Die gesamte Studie gibt’s hier, die Ergebnisse werden zudem in den Media Perspektiven besprochen. Ich habe dort gerade mal die Artikel durchgescannt, aber keine wirkliche Erklärung dafür entdecken können, wieso Blogs offenbar so unattraktiv für den Mainstream-Internetnutzer sind. Die einzige Bewertung zu Blogs findet sich im Text von Gscheidle und Fisch:

Entsprechend ist nur ein Viertel der Weblognutzer selbst aktiv. Im Vergleich zu anderen Web-2.0-Angeboten sind die Nutzer von Weblogs insgesamt aber durch die ständige Interaktion in der Blogosphäre engagierter und vergleichsweise aktiv.

Insgesamt kann man aber wohl bei 11% Blognutzern unter den 62,7 % Internetnutzern sagen: Kein Wunder, dass der Einfluss von Blogs in Deutschland recht niedrig ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

(via Textdepot & Wortfeld)

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