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Innenansicht Spiegel Online
Im politischen Feuilleton von Deutschlandradio Kultur hat sich Spiegel-Online-Autor Reinhard Mohr am Samstag mit der Arbeit der Medien unter Zeitdruck beschäftigt. Dabei kommt offenbar, auch wenn es so natürlich nicht gekennzeichnet ist, eine Innenansicht von Spiegel Online zu Tage:
Was aber dem Fernsehen die Live-Schalte und der Qualitätszeitung die rasch hingeworfene Glosse, das ist den Online-Auftritten großer Presseorgane die sich jagenden Eilmeldungen, gelb, rot oder blau markiert. [...] Zu den jüngsten Errungenschaften im Wettlauf mit der Zeit gehört der “Live-Ticker”, die praktisch zeitgleiche Berichterstattung nach dem Motto “Passiert, notiert”. [...] Da bleibt keine Sekunde Zeit mehr für Bewertung oder einen abgewogenen, gar distanziert-ironischen Kommentar. Im Live-Ticker ist alles gleich wichtig. Die Fünf-Sekunden-Terrine. Manchmal aber überholt man sich selbst vor lauter Tempo Tempo. So etwa, wenn sich vermeintliche Flugzeugentführungen oder Terroranschläge binnen Stunden in Luft auflösen, die alarmierenden Eilmeldungen aber schon um die ganze Weltgeschickt worden sind.
Sein Fazit:
Währenddessen haben die Online-Leser die ausgefallene Katastrophe längst vergessen und widmen sich schon dem nächsten “Homepage-Aufmacher”, diesmal aus dem Ressort Wissenschaft. Überschrift: “Australische Forscher entdecken: Sex mit Seeigeln fördert die Durchblutung und beugt der Altersdemenz vor”.
Kommentare
Ein Kommentar on Innenansicht Spiegel Online
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Von Bloggern abschreiben statt Recherche | trice.de on
Di, 11th Sep 2007 13:11
[...] dazu auch meinen Beitrag “Innenansicht Spiegel Online”. (via [...]
