« Aufgelöste Blockparty | Heldenstadt.de-Relaunch »
Pro & Contra ARD/ZDF im Netz
Der Perlentaucher hat sich die Mühe gemacht, schon jetzt 16 Argumente zusammenzufassen, die möglicherweise in den nächsten Wochen den medienpolitischen Diskurs beherrschen wollen. Die Frage ist nämlich, wieviel die öffentlich-rechtlichen Sender eigentlich im Internet tun dürfen. Bisher dürfen sie nur 0,75 % des Etats für “Programmbegleitung im Internet” ausgeben, doch es dürstet ihnen nach mehr. Die Frage ist eben, ob das Internet zu einer vollwertigen dritten Säule des öffentlich-rechtlichen Rundfunks neben Radio und Fernsehen werden soll und darf oder nicht. Die Hauptthese von Robin Meyer-Lucht ist in diesem Zusammenhang folgende:
Die medienpolitische Entwicklung ist letztlich vorgezeichnet: Es wird mehr Öffentlich-Rechtliches im Internet geben, dafür wird dort die Öffentlich-Rechtlichkeit stärker als bisher kontrolliert. Damit wird sich mittelfristig auch der Charakter des Dualen Systems verändern. Die Tage von lediglich sporadisch und semiprofessionell durch Rundfunkräte kontrollierten Anstalten sind wohl vorbei. (mehr)
Eine ähnliche Diskussion bahnt sich zudem bei dem Digitalen Programmkorb von ARD und ZDF an: Die Privatsender heulen, dass N24 und n-tv bald dicht machen müssten, sollten Eins Extra und ZDF Info wie geplant ausgebaut werden. Stern.de berichtete schon gestern von Lobbybriefen der großen Sendergruppen ProSiebenSat.1 (denen gehört N24) und RTL (n-tv), denen dies gehörig auf den Sack geht.
Off the Record amüsiert sich in diesem Zusammenhang allerdings über das Selbstverständis von n-tv und N24, sich noch als Nachrichtensender zu sehen:
Das Laufband am Bildschirmrand, dass inzwischen gerne mit Werbung aufgelockert wird oder die Themenvielfalt bei N24 mit “Doku: Passagierflugzeuge – Ready for Take-Off” oder “Volles Rohr: N24-Reporter im Torpedo-Rausch” oder auch so manche wie ein vorproduzierter PR-Beitrag wirkende Wissenssendung?
Vielleicht bei N-TV die Sendung “Mit Kampfpiloten im Einsatz – Im Tiefflug übers Mittelmeer” oder gut durchgespülte “Welt der Wunder” über Mineralwasser oder doch eher gesellschaftlich relevantes wie “5th Avenue” über “Glamour, Luxus und Trends”.
