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(Miß-)Erfolgsrezepte (2)

20. August 2007 · Kategorien: Journalismus, Medien 

An dieser Stelle hatte ich ja schon von Roger Schawinskis neuem Buch “Die TV-Falle” berichtet. Dazu gibt es mittlerweile noch einige andere spannende Beiträge zu lesen. So analysiert der ehemalige Geschäftsführer des Grimme-Instituts Bernd Gäbler im Tagesspiegel, dass die Streichung der meisten Info-Formate bei Sat.1 das Privatfernsehen “ehrlicher und profitabler” machen würde. Die Sender würden immer mehr zu “Fabriken des Entertainments”. (mehr)

Die FAS hat schon das gesamte Schawinski-Buch gelesen. In der Rezension heißt es:

Die Liste der Getroffenen ist, wenn man das Buch gelesen hat, noch länger, als man sich beim ersten Aufschlagen denkt: Alexandra Neldel, Ottfried Fischer, Anke Engelke, Guillaume de Posch, Stefan Aust, Alexander Kluge, Kurt Beck, der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Mann und Maus, diverse Produzenten und Regisseure, Haim Saban, Harald Schmidt.

Und in einem Spiegel-Gespräch erzählt Schawinski unter anderem, dass ProSiebenSat.1 sein Buch verhindern wollte:

Ich war überrascht, dass es offiziell hieß, man habe nicht versucht, das Buch zu verhindern. Das stimmt einfach nicht. Im Juli gab es dazu einen überdeutlichen Brief der Anwälte. Ich habe immer gesagt, ich schreibe kein Buch gegen Sat.1, ich habe keinen Grund nachzutreten. Ich bin nicht verbittert, im Gegenteil. Es waren drei phantastische Jahre, und ich bleibe ein feuriger Verfechter des Privatfernsehens.

Nachtrag 22.8.: Florian Steglich hat bei medienlese.com das Buch in einem dreiteiligen Beitrag ausführlich zusammengefasst & analysiert. Das ist natürlich ebenfalls lesenswert!

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