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Unmoralisches Angebot

14. August 2007 · Kategorien: Allgemein 

TUIfly hat für Schüler/Studenten/Azubis bis 26 Jahre ein unmoralisches Angebot: Eine Flatrate zum Fliegen. Wer ab heute 199 Euro auf den Tisch legt, kann laut Werbetext “unbegrenzt zwischen den schönsten City-Zielen hin und her! Auf den Plazas in Rom vom Referat erholen, französisch aufbessern in Paris… Europa kennt keine Grenzen mehr.” Und das zwischen heute und Ende Oktober. (Quelle: TUIfly).

Doch Warnung – dieses Lockangebot ist nicht nur Klimaschutzmäßig bedenklich. Die Stiftung Warentest weist zudem auf folgende Bedingungen aus dem Kleingedruckten hin:

Solch ein günstiger Preis hat natürlich auch Haken. Hauptnachteil in diesem Fall: Reisende müssen sehr spontan sein. Erst ab 48 Stunden vor Abflug können sie ihren Flug fest buchen – wenn es noch Plätze gibt. Wenn nicht, haben sie Pech gehabt. Immerhin: Sieben Tage vor der Reise können sie online überprüfen, ob überhaupt noch freie Plätze in der Maschine vorhanden sind. Die Reservierung ist nur über das Internet möglich. Wer also eine Woche in Italien Urlaub macht, muss dort ein Internet-Café suchen und seinen Rückflug buchen. Eine Garantie für den Flug gibt es frühestens zwei Tage vorher. Besonders riskant: Auf manchen Strecken fliegt Tuifly nur ein bis zwei Mal pro Woche. Einen festen Termin oder eine Verabredung am Zielort sollte also niemand haben.

Das Ticket gilt auf fast allen City-Strecken der Fluggesellschaft, zum Beispiel nach Paris, Rom oder Salzburg. Auch Flüge innerhalb Deutschlands sind möglich. Beliebte Ferienziele wie Palma de Mallorca, Antalya oder Faro gehören jedoch nicht dazu.

Bei SpON war dazu schon vor ein paar Tagen folgendes zu lesen:

Hintergrund des Angebots sind offenbar Probleme mit der TUIfly-Flotte, was auf das Ergebnis des TUI-Konzerns im zweiten Quartal erhebliche Auswirkungen hatte. Bei gleich bleibendem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro sank das Ergebnis um mehr als 90 Prozent auf 13 Millionen Euro. Obwohl die Zahl der Fluggäste bei TUIfly auch dank vier neuer Flugzeuge stieg, nahm die Auslastung von 91,5 Prozent auf 79,5 Prozent ab.

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