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Uni-Radios ungleich Staatsfunk

8. August 2007 · Kategorien: Journalismus, Medien 

Der SWR berichtet über ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass Hochschulen grundsätzlich Ausbildungsradios betreiben dürfen. Als ehemaliger Mitarbeiter von mephisto 97.6, dem Radio der Uni Leipzig, war mir gar nicht bewusst, dass jemand dieser Art von Radiosendern an den Kragen wollte: Radio Dreyeckland versucht seit Jahren, das Radio der Uni Freiburg auszuboten. In dem SWR-Bericht heißt es aber nun zu meiner Erleichterung:

Hochschulen dürfen im Rahmen ihres Bildungsauftrags Radioprogramme zur Vermittlung von Medienkompetenz anbieten. Damit wiesen die Verfassungshüter eine Verfassungsbeschwerde von Radio Dreyeckland ab. Der nichtkommerzielle Sender aus Freiburg sah durch die Vergabe einer Frequenz an das Lernradio der Universität Freiburg die Rundfunkfreiheit gefährdet.

Das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit sichere die Unabhängigkeit der Hochschulen und damit die gebotene “Staatsfreiheit” bei der Veranstaltung von Rundfunkprogrammen, so die Begründung der Richter. Außerdem habe der Gesetzgeber bei der Vergabe von Frequenzen einen “weiten Gestaltungsspielraum”.

Und noch ein weiteres Radio-Thema finde ich spannend: Blogmedien berichtet über die Initiative “Fair Radio”, die mit dem “Tutzinger Appell für ein glaubwürdiges Radio” dazu aufruft, dubiosen Gewinnspielen, Werbebotschaften in redaktionellen Beiträgen und getürkten Vorortreportagen endlich auszubremsen, die leider schon in zu vielen Sendern gang und gäbe sind. Blogmedien hatte sich mit gerade diesen Dingen im Juli schon mehrmals beschäftigt, siehe u.a. hier.

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