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Nachspiel: Wir sind Papst!

1. August 2007 · Kategorien: Journalismus, Medien 

Das Skandälchen um “Wir sind Papst!” aus dem Mai hat ein übles Nachspiel: Philip Steffan, der als Moderator für die Welt-Website tätig war, musste nun seinen Hut nehmen. Darüber berichtet er in seinem eigenen Blog Schattenraum. Warum? Offiziell wegen einem Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, denn er hatte damals einen Screenshot aus dem Content-Management-System der Welt in sein Blog gestellt. Aber es könnte natürlich auch daran liegen, dass er im Netz seine Meinung dazu geäußert hatte, dass “Wir sind Papst” gelöscht werden musste. So schrieb er damals:

Was lernen wir daraus? Springer hat vielleicht erst mal eine Chance vertan. Poseners Artikel ist nun mal nicht mehr zu verstecken, also hätte man im Hause die Zähne zusammenbeißen und seinen Stolz herunterschlucken können und vermutlich auch noch Lob eingefahren, einen selbstkritischen Diskurs offen zu führen. (mehr)

Zur Erinnerung: “Wir sind Papst!” war Alan Poseners Abrechnung mit BILD-Chef Kai Diekmann, die zwar schnell von welt.de gelöscht wurde, aber u.a. in meinem eigenen Blog vollständig dokumentiert werden konnte. U.a. hieß es darin über Diekmanns neues Buchprojekt “Der große Selbstbetrug”:

Wenn man etwas macht, soll man dazu stehen, oder aber es lassen. Man kann nicht die Bildzeitung machen und gleichzeitig in die Pose des alttestamentarischen Propheten schlüpfen, der die Sünden von Sodom und Gomorrha geißelt. So viel Selbstironie muss doch sein, dass man die Lächerlichkeit eines solchen Unterfangens begreift.

Übrigens: Eine gute Zusammenfassung der Geschichte gibt’s auch bei Stefan Niggemeier.

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