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Bürgerjournalisten vs. Journalisten

20. Juli 2007 · Kategorien: Journalismus, Medien, Web 

Über das Trierer Medienblog bin ich auf ein Interview mit Nicholas Lemann aufmerksam geworden, der Dekan der legendären Graduate School of Journalism der Columbia University in New York ist. Gegenüber sueddeutsche.de äußert er sich zum Thema Bürgerjournalismus folgendermaßen:

Schauen Sie sich doch auf den ganzen Websites von sogenannten Bürger-Journalisten um. Die Leute gehen eben nicht aufs Rathaus und stellen harte Fragen. Sie kommentieren die Dinge, die in der Stadt passieren. Das ist auch gut und wertvoll, aber es ist etwas anderes.

Und weiter sagt er:

Die ganzen Blogger auf ihren Websites sind vielleicht Journalisten. Aber sie sind keine Reporter. Sehen Sie es einmal so: Wenn sich die Sohle von meinem Schuh löst, kann ich das zur Not auch selber reparieren. Viel sinnvoller ist es aber doch, wenn ich den Schuh zum Schuhmacher bringe. So ist es mit dem professionellen Journalismus auch.

Oder mit den Worten des Trierer Medienblogs: “Für ihn ist im Prinzip jeder noch so unwichtige Blogger ein Journalist, aber noch lange kein Reporter.” Denn Blogger und Bürgerjournalisten würden eben nur in den wenigsten Ausnahmefällen eigene Stories recherchieren. Hat jemand eben solche gute Gegenbeispiele? Ich bin mir sicher, es gibt sie!

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