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BBC vs. Scientology

17. Mai 2007 · Kategorien: Fernsehen, Journalismus, Medien 

Der eine oder andere wird es auf SpiegelOnline oder anderswo schon gelesen haben: Scientology hat einen BBC-Reporter gefilmt, als er ausgerastet ist und das ganze dann bei YouTube publiziert. Bei Stefan Niggemeier gibt’s nun eine gute Zusammenfassung, wie die BBC selbst damit umgegangen ist: Mit einem selbstkritischen Beitrag des Reporters unter dem Titel “Scientology and me” sowie einem Online-Artikel, in dem John Sweeney selbst erklärt wie es dazu kam (er wurde tagelang verfolgt und belauscht) und dass er sich dennoch bewusst ist, mit seinem Ausraster kein gutes Vorbild abgegeben zu haben:

If you are interested in becoming a TV journalist, it is a fine example of how not to do it. I look like an exploding tomato and shout like a jet engine … it makes me cringe.

Und die BBC sieht letztlich in ihrem Editor’s Blog sogar Positives für die Weiterentwicklung des Journalismus:

It’s uncomfortable… IF you’re used to the old one-to-many lecture that journalism used to be. But the reason it’s to be welcomed is that it will improve journalism; perhaps even raise our trust in what journalists tell us.

Kommentare

2 Kommentare on BBC vs. Scientology

  1. medienblogger on Do, 17th Mai 2007 14:30
  2. Der Ausraster des BBC-Reporters war ja völlig verständlich, zumal er von Scientology provoziert wurde (nachdem sie ihm zunächst unterstellt hatten, eine Reaktion zu provozieren wollen). Der Umgang von Seiten der BBC damit ist natürlich sehr lobenswert.

  3. Florian Treiß on Do, 17th Mai 2007 22:44
  4. Nach dem was alles passiert ist, ist der Ausraster sicher nur menschlich gewesen, sehe ich auch so. Journalisten sind ja auch keine Götter, die immer über den Dingen schweben können. Ich schrieb das hier auch mehr, weil ich die Transparenz bzw. das offene Umgehen der BBC damit klasse finde. Ist halt was anders als “wir löschen jetzt mal ganz schnell den Blogeintrag gegen Kai Diekmann”.