Geschäft mit dem Tod
Thomas D. von den Fantastischen Vier ist schon länger Partner der Tierschutzorganisation Peta. Seit heute gibt’s einen neuen Film namens “Das Geschäft mit dem Tod”, den Thomas präsentiert und der die katastrophalen Zustände in einem Siegener Schlachthof zeigt. Zu sehen ist das ganze bei MySpace und auf den Peta-Seiten selbst. Ein interessanter Film, der von den MySpace-Kids viral vermarktet werden soll: Wer in seinem Profil das Video einbindet, der kann die neue CD “Fornika” gewinnen. Daran beteilige ich mich natürlich nicht, aber darauf hinweisen möchte ich trotzdem.
Finger weg von Unicheck
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Vor wenigen Tagen wurde die Website unicheck.de gestartet, eine Seite der Inititiative Neue Soziale Markwirtschaft oder kurz INSM. Lobbycontrol hat zusammengefasst, wo es dazu bereits so alles kritische Stimmen gibt und bewertet die Website/Kampagne so:
Letztlich geht es dabei um die Akzeptanzbeschaffung für Studiengebühren und für die Organisation der Hochschulen nach Marktprinzipien.
Ebenfalls spannend zum Thema ist eine Recherche von Perspektive 2010, wo es darum geht, dass INSM scheinbar mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung versucht, unliebsame Artikel über sich bei Google & Co weit nach hinten zu verdrängen, d.h. schwerer auffindbar zu machen.
Zur Erinnerung – INSM war bspw. auch dabei, als man Dialoge/Inhalte bei der ARD-Soap Marienhof kaufen konnte, nachzulesen bei Zapp vom NDR. Und der Tagesspiegel nannte INSM in einem Feature einst die “Apo des Kapitals”. Interessant ist auch die Studie der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung über “Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”. Die Zeitschrift Freitag hat das ganze unter “Die Medien einschüchtern” zusammengefasst, immerhin dieser Text ist noch in den Google Top 10 zu finden… Und mittlerweile sind auch in den Top 20 wieder einige kritische Texte über INSM gelandet, so dass – so es sie tatsächlich gibt – die Suchmaschinen”optimierung” nun wieder einiges zu tun haben wird.
Zusammenfassung Re:publica
Bei onlinejournalismus.de gibt’s eine knackige Zusammenfassung der Hauptdiskussion der re:publica, “Die Medien(r)evolution – wie überholt sind die alten Medien, wie innovativ die neuen?”. U.a. meinte Johnny Haeusler dort:
Blogs sind für viele normale Nutzer unattraktiv, weil Kommentare den Erstnutzern den Eindruck vermitteln, hier diskutiere eine abgeschlossene Community. Artikel, die viel auf Links setzen und sich erst durch Klicken erschließen, sind nicht leserfreundlich. Wir müssen mehr erklären, damit der Artikel für sich stehen kann, damit Blogs mehr gelesen werden.
Text-Klau durch die WAZ
Filed under: Fernsehen, Journalismus, Medien
Es ist echt unglaublich, was mit Peer Schraders großartigem Text über TV Total passiert ist, über den ich bereits berichtet hatte: Am Donnerstag stand der Artikel – leicht umformuliert – in der WAZ, allerdings ohne das Schrader vorher informiert worden wäre und ohne das sein Name genannt wurde. Er hat den ungeheuerlichen Vorgang bei Medienpiraten.tv dokumentiert: Eins, zwei. Scheinbar gibt’s bei der WAZ auch gar kein richtiges Unrechtsbewusstsein, dabei handelt es sich hierbei doch wohl um eine krasse Urheberrechtsverletzung. Nun bietet man ihm als Entschädigung 46 Cent pro Zeile als Honorar an, lächerlich! Da sollte echt ein Vielfaches fällig sein, mindestens das doppelte Honorar der FAS.
Blog-Handbuch
Der Schweizer Blogger Krusenstern hat ein sehr informatives Kompendium zum Thema Bloggen verfasst, genau das richtige für Leute, die überlegen ein Blog zu starten, aber auch für Leute, die noch nicht ganz so lange am Bloggen sind. Seine Motivation:
Erfolgreich bloggen will gekonnt sein. Das zeigt ein Blick in die Weblogs der deutschsprachigen Länder:
- 95 Prozent haben 5 bis 50 Leser pro Tag
- 4 Prozent haben 50 bis 500 Leser pro Tag
- 1 Prozent haben über 500 Leser pro Tag
Das sind Schätzwerte, welche aber die Realität der deutschsprachigen Blogosphäre ziemlich gut abbilden dürften. Warum solltest Du also ein Weblog beginnen, wenn Du vielleicht nur 10 Leser haben wirst? Wie kannst Du ein Weblog starten, ohne die Fehler vieler anderer Blogger zu wiederholen? Wie erreichst Du doch mehr als 50, 500 oder sogar mehr Leser pro Tag? Diese Fragen möchte “Das kleine Weblog-Handbuch” beantworten.
(Gefunden via “Gedankenblase”-Blog)
Noch mehr Fanta
Ihr merkt’s schon, heute blogge ich nur zu den Fantastischen Vier. Hier nun noch eine weitere Leseempfehlung aus der Blogosphäre – les connaisseurs haben eine feine, “ultra-subjektive” Doppelrezension zu “Fornika” verfasst.
Fazit 1: Ein “hidden Giant”, der erst mit der Zeit seine volle Kraft entfaltet. Für Fans sowieso ein Muss. Und alle anderen haben diesen Artikel wahrscheinlich gar nicht bis hierher gelesen.
Fazit 2: Und unter genau diesem Motto steht für mich das ganze Album, denn mit Teilen kann ich (noch) nichts anfangen: Es könnte so einfach sein, isses aber nicht!
PS: Alle trice.de-Texte zu den Fantastischen Vier gibt’s hier im Überblick.
Altersmilde Entertainer-Typen, aber voller Energie
…das schreibt heute die Süddeutsche über Die Fantastischen Vier und ihr neues Album “Fornika”. Liest sich sehr nett:
Ihre visuelle Sprache im Video zur Single “Ernten was wir säen” mit ihren Typen-Nummer als Galeerensklaven oder Smoking-Dandies ist komplett von den gängigen Rap-Standards abgekoppelt. Das ist verschrobener Monty-Python-Humor statt Gangster-Verehrung. In ihren Reimen geben sich Die Fantastischen Vier dazu als bodenständige Millionäre, die es noch einmal krachen lassen wollen. Gemeinsam ist es eben doch am schönsten. (mehr)
Die Fornika
Endlich dreht sich auch bei mir die neue Scheibe der Fantastischen Vier im CD-Player, und zwar schon zum dritten Mal. Und je häufiger ich “Fornika” höre, desto besser gefällt sie mir musikalisch. Am Besten gefallen mir Track 2-6 und 9, “Ernten was wir säen”, “Einfach sein” feat. Grönemeyer, “Yeah Yeah Yeah”, “Nikki war nie weg”, “Fornika” und “Ichisichisichisich”. Weniger gut dagegen gefallen mir die spacigeren, sphärischen Titel wie “Mission Ypsilon”.
Wer sich die CD holen möchte, auf jeden Fall die Premium-Edition kaufen. Denn da ist auch noch eine Bonus-DVD bei, die ungelogen eine längere Spieldauer hat als die CD selbst. Denn sie enthält ein Making-of von “Fornika” von einer Stunde Länge, während die CD selbst nur 55 Minuten dauert. Meist aus Thomas D.s Sicht werden dabei Studioaufnahmen, Videodrehs, Fotoshootings, einen Auftritt bei der Bravo etc. gezeigt.
Ansonsten ist auf jeden Fall noch das geniale Artwork des Booklets zu loben: Zu jedem einzelnen Song gibt es ein Motiv, das an B-Movie-Kinoplakate der 50er/60er/70er angelehnt ist. Wäre cool, wenn’s die bald auch als Poster zu kaufen gibt. Die Credits für die Illustrationen gehen an “Weidhofer, Greiner, Dinter für Feedback Media”. OliBlog hat sich damit auch schon beschäftigt und das Motiv zu “Ernten was wir säen” eingescannt – es ist an Dawn of the Dead angeleht. (Exkurs: Das Original-Motiv ist wiederum eins der Lieblingskinoposter von Robert Rodriguez, nachzulesen bei den fünf Filmfreunden)
Weiteres aus der Blogospähre zu “Fornika”: Fifi blogt hat Hinweise darauf, wieso “Nikki war nie weg” Mark Spoon gewidmet wurde. Ansonsten habe ich auf meiner Seite ja schon einige Rezensionen der Printmedien zusammengefasst. Abschließend bleibt noch, auf den morgigen (12.4.) Fanta-4-Tag bei MTV hinzuweisen. Mehr dazu bei Smudos News.
Optimistische europäische Zeitungen
…zu diesem Fazit kommt ein langes Feature von AP, bei dem viele europäische Zeitungsmanager interviewt wurden. Zu lesen beim Guardian. Entdeckt bei BuzzMachine von Jeff Jarvis, der den Artikel folgendermaßen zusammenfasst:
The AP conducts a bunch of interviews with European media people and finds what I had found anecdotally: that all in all, they are more optimistic about — and, by inference, better prepared for — the future. More cock-eyed optimism. Note also that Le Monde says its online revenue pushed it to profitability “entirely thanks to online services making up for print losses.”
Going Green
Filed under: Allgemein, Fernsehen, Leipzig, Medien
Die Leipziger Fernsehproduktionsfirma 99pro sucht für das neue Doku-Format “Going green” eines ARD-Senders “zwei Familien, die lernen wollen, ihr Leben “grüner”, also Klima-verträglicher zu führen.” Sechs Wochen lang bekommen die Familien immer neue Aufgaben gestellt und werden dabei mit der Kamera begleitet. Die erfolgreichere grüne Familie gewinnt eine Solar-Anlage. Infos hier.



