« Vom Kanzlerbungalow ins Studio P | Nachwuchs-PR-Journalisten »

Mior ham hior geen Hai

19. März 2007 · Kategorien: Leipzig 

Die Journalistin und Autorin Else Buschheuer veröffentlich in diesen Tagen ihr “Leipzig Tagebuch”. Bei sueddeutsche.de ist schon jetzt die Geschichte zu lesen, wie sie von New York die Schnauze voll hatte und zurück nach Leipzig ging – hier wiederum ein kleiner Auszug aus dem SZ-Text, der echt großartig ist und eine wundervolle Liebeserklärung an Leipzig.

Aber wohin in Deutschland? In Berlin habe ich zu viele Leichen im Keller. München ist zu bussibussi, Hamburg zu kühl, Köln zu schwul. Vielleicht Leipzig?

Leipzig fühlt sich aus 6000 Kilometern Entfernung exotisch an. Die Musik-Stadt. Die Buchmesse-Stadt. Mutter der Neuen Leipziger Schule. Die Stadt mit den schönen Namen: Strohsackpassage, Barfußgäßchen, Auerbachs Keller, Specks Hof. Die Stadt, wo die hübschen Mädchen an den Bäumen wachsen.

War ich in New York jemals frei? Ist Freiheit nicht das hier? Ist Freiheit nicht auch, nicht zu wissen, was Sashimi ist? Ich rauche wieder Kette. Ich saufe, auch draußen, auch sonntags. Im Sommer mache ich FKK im Cospudener See. Mein lieber Scholli! Die Leipziger sind nicht so etepetete wie die New Yorker, die einen vorm Knutschen drei Minuten mit Listerine gurgeln lassen.

Kommentare

Die Kommentare sind geschlossen.