Neues von den Fantas
Heute morgen habe ich es zum ersten Mal auf Sputnik gehört – leider aber nur die letzten Sekunden und nicht den ganzen Song. :( Ich rede von der neuen Single der Fantastischen Vier, die “Ernten was wir säen” heißt und eigentlich erst am 2. März erscheint. Aber scheinbar ist sie nun schon als Promo an die Radiosender rausgegangen. Das neue Album wird “Fornika” heißen und im April rauskommen. Im November/Dezember steht dann die Tournee an, die Daten gibt’s hier. Ich bin gespannt!
Nachtrag: Kurz nachdem ich den Eintrag geschrieben hatte, kam der Song dann auch tatsächlich nochmal auf Sputnik. Und was soll ich sagen? Eine echt coole, rockige Nummer, die soundmäßig ein ganz kleines bißchen an The Roots erinnert und im Text mit ständigen Wortwiederholungen arbeitet. Fett! Vielen Dank an Sputnik & natürlich die Fantas!
Zukunft des Medienjournalismus
Damit beschäftigt sich die 50. Ausgabe der Neuen Gegenwart. Laut Medienrauschen lohnt sich das Studium der Beiträge sehr, hab’s selbst noch nicht geschafft, mich durchzuarbeiten.
Außerdem noch eine nette Seite zum StudiVZ: Hagen Fritsch hat im November/Dezember mehr als eine Million Profile ausgelesen und analyisiert – Interessant hierbei: die hohe Rechtslastigkeit bei den Rechtswissenschaften und die Dominanz sogenannter Kronloyaler und Kommunisten bei Bergbau und Werkstoffwissenschaften, schreibt ebenfalls Medienrauschen.
Kalkofes Jahresschau
OK, nicht mehr ganz up-to-date, aber trotzdem sehr amüsant: Oliver Kalkofe hat für den Spiegel einen mattscheibigen Jahresüberblick zusammengestellt mit äußerst witzigen Kommentaren. Eine Kostprobe gefällig? Bitteschön:
Debil grinsende Moderations-Amöben auf Neun Live oder DSF, die stundenlang vor einem vollgeschmierten Flipchart stehen und sich den kargen Restverstand aus dem Haarständer labern, um die zuschauenden Nieten im Loseimer der Glotzmasse zum Anrufen und Bezahlen der dreisten Dämlichkeit zu animieren.
Ansonsten ist der Text aber einfach auch ein guter Essay, der aufzeigt, dass im US-TV vielmehr Kreativität vorhanden ist als hierzulande.
100 Millionen für Profile
Wie heute ja bekannt wurde, ist StudiVZ seit Jahresanfang im 100-prozentigen Besitz von Holtzbrick Ventures. SpOn will herausgefunden haben, dass der Deal 100 Millionen Euro gekostet hat – ergo können sich die skandalträchtigen bisherigen Eigentümer (siehe hier und hier in meinem Blog) wohl nun zur Ruhe setzen. Lebensarbitrage meint dazu:
Hoffentlich entsteht durch solche Übernahmen der Mut zu mehr unternehmerischem Handeln – gerade bei Absolventen. Deutschland braucht mehr Menschen mit unternehmerischem Denken – und reiferem Charakter.
Reifen Charakter kann ich bei den bisherigen Chefs vom StudiVZ zwar nicht ausmachen, aber sei es drum. Man sollte sich nun endgültig überlegen, ob man sein Profil wieder aus der Community löscht oder darauf wartet, maßgeschneiderte Werbung um die Ohren geschleudert zu bekommen. Denn für was sonst sollte Holtzbrinck fast 100 € pro User investiert haben?
Nachtrag vom 4.1.07:
Don Alphonso merkte später an, dass Spiegel Online mittlerweile nicht mehr behauptet, eigene Erkenntnisse über den Verkaufspreis von den zunächst berichteten 100 Mio € zu haben. Laut StudiVZ soll der Preis unter 100 Millionen gelegen haben und Don Alphonso spricht von einem Maulwurf, der von 80 Millionen ausgeht. Und die Financial Times Deutschland spricht von 85 Millionen €, wobei davon zunächst 50 Mio direkt an die drei Gründer fließen, der Rest sei davon abhängig, dass StudiVZ seine Ziele erreiche.
Mojo
Der US-Medienkonzern Gannett nennt die Journalisten der Zukunft Mojos. Das soll soviel bedeuten wie Mobile Journalisten und für eine neue Generation von Außenreportern stehen. Und so sollen in Zukunft auch einfache Lokalreporter am Ort des Geschehens sofort einen Text ins Laptop hacken, Fotos dazu anfertigen und das Janze dann sofort online stellen. Nur besonders interessante/wichtige Texte kann man dann am nächsten Tag auch in der gedruckten Zeitung lesen.
Diese und weitere Infos über die Zukunft von Printzeitungen im Netz hat Frank Patalog in seiner SpOn-Rubrik Unter Druck zusammengestellt.
